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ADAC verrät Tricks

Am Wochenende droht der Mega-Stau

München – Kaum haben die Ferien begonnen, schon ist wieder Ärger angesagt: Stau auf dem Weg in den Urlaub. Da hilft nur fliegen – oder ein bisschen tricksen. Der ADAC verrät, wie.

Egal, ob die Autobahn A 8 Richtung Salzburg, die A 96 nach Zürich oder auf dem Brenner Richtung Bozen. Irgendwie wollen sie gerade alle in den Süden. Es ist Hochsaison in Sachen Stau. „Das kommende Wochenende wird das schlimmste im ganzen Jahr“, warnt Markus Bachleitner, Leiter der ADAC Verkehrsinformation.

Grund: In Bayern starten die ersten Familien Richtung Österreich und Italien, hinzu kommen Reisende aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. „Diese Bundesländer sind jetzt in der zweiten oder dritten Ferienwoche. Viele machen sich eben erst jetzt auf den Weg.“ Eine zusätzliche Belastung ist der Rückreiseverkehr, in einigen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg beginnt schon am Montag wieder die Schule. Bachleitner rechnet damit, dass am Freitag von 14 bis 19 Uhr, am Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr der Schaltknüppel oft auf der „1“ stehen wird. Von A 3 bis A 99, so gut wie alle Autobahnen werden verstopft sein. Je weiter es Richtung Italien geht, desto schlimmer wird es. Vor allem auf dem Brenner Richtung Gardasee sind die Straßen traditionell gut gefüllt. Außer: Man fährt früh genug los. „Wenn man um fünf Uhr morgens ins Auto steigt, ist man auf der sicheren Seite. Dann entgeht man den großen Blechlawinen und kommt recht zügig durch. Egal, wo man hin will“, rät der Experte. Zu früh darf die Reise aber auch nicht beginnen, warnt ADAC-Sprecher Klaus Reindl. Zwischen ein und vier Uhr befinde sich der Körper nämlich in einer natürlichen Ruhephase. „Das Risiko für einen Sekundenschlaf ist da natürlich groß. Da hilft selbst der Kaffee kaum“, sagt er.

So wird das Wetter am Wochenende

Die Autofahrer haben in diesem Sommer bereits viel Zeit auf den Straßen gelassen. Der ADAC hat vom 21. Juni bis zum 28. Juli genau hingeschaut. 118 Staus mit über zehn Kilometern gab es an den Wochenenden (Freitag bis Sonntag). Spitzenreiter: Die A 8 zwischen Hofoldinger Forst und Achenmühle. Satte 40 Kilometer. Und das nicht wegen eines Unfalls, sondern wegen „zu hohen Verkehrsaufkommens“. Auf der A 9 kommt es dafür öfter zu Stillständen. An den Wochenenden der Sommerferien wurden bisher 60 Staus über zehn Kilometer registriert.

Bachleitner hat aber auch gute Nachrichten im Gepäck. In Österreich sind die Bauarbeiten an mehreren Tunneln und Autobahnen beendet. Seit dieser Woche läuft der Verkehr auf der Felbertauernroute wieder normal, seit Anfang Juli ist die zweite Röhre am Pfändertunnel eröffnet. Ohne Blockabfertigung und lange Wartezeit soll es außerdem auf der Tauernautobahn und im dazugehörigen Tunnel gehen. Und: Auf den meisten bayerischen Autobahnen gilt an allen Samstagen im August von 7 bis 20 Uhr ein erweitertes Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. An Sonn- und vielen Feiertagen sind die Straßen für die Brummis von 0 bis 22 Uhr generell tabu.

Alexander Kaindl

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