Wolken am bayerischen Tourismus-Himmel

München - Über dem erfolgsverwöhnten Tourismusland Bayern sind Wolken aufgezogen.

Als Folge der Konjunkturkrise ist die Zahl der Gäste-Übernachtungen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund vier Prozent auf 33,3 Millionen gesunken. Auch die Zahl der Gäste nahm um vier Prozent auf 11,7 Millionen ab, wie das bayerische Wirtschaftsministerium am Donnerstag in München mitteilte.

"Die Entwicklung zeigt, dass die Wirtschaftskrise auch um die Tourismusbranche in Deutschlands Urlaubsland Nummer eins keinen Bogen macht", sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) laut Mitteilung seines Haues. "Dennoch hat der Freistaat die drittbeste Gästebilanz aller Zeiten erzielt." Denn nur in den ersten sechs Monaten der Jahre 2007 und 2008 seien mehr Gäste nach Bayern gekommen als im ersten Halbjahr 2009.

Der Rückgang sei trotz des Ausmaßes der Wirtschaftskrise geringer ausgefallen als nach den Terroranschlägen 2001. "Das spricht für die Robustheit und das gute Angebot im bayerischen Gastgewerbe", sagte Zeil. Bayern sei ein wirtschaftlich starkes Land mit mehr Geschäftsreisenden als andere Teile Deutschlands, deshalb müsse der Freistaat wegen der konjunkturellen Entwicklung auch größere Einbußen beim Tourismus verkraften.

Lediglich der Regierungsbezirk Schwaben konnte von Januar bis einschließlich Juni 0,5 Prozent mehr Gäste begrüßen. "In Schwaben kann insbesondere das Allgäu eine hervorragende Bilanz vorweisen", sagte Zeil. Die Zahl der Gäste-Übernachtungen nahm aber auch in Schwaben ab, und zwar um 2,1 Prozent. Die Zahl der Gäste-Übernachtungen sank in Mittelfranken um 7,5 Prozent, in der Oberpfalz um 5,3 Prozent, in Oberbayern um 4,4 Prozent, in Unterfranken um 3,6 Prozent, in Niederbayern um 3,5 Prozent und in Oberfranken um 3,2 Prozent.

dpa

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