Sie wollten "die Reichweite testen"

Jugendliche blenden Lokführer mit Laser

Aschaffenburg - Das hätte auch anders ausgehen können: Ein Lokführer musste seinen Zug anhalten, weil er von einem Laser geblendet wurde. Dabei hatten die Übeltäter ein genaues Ziel.

Die 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen wollten die Reichweite des Strahls ausprobieren, vermeldete die Bundespolizei am Mittwoch. Am Freitag haben sie in Unterfranken den Lokführer eines Regionalzuges mit einem Laserpointer geblendet und so die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet.

Der geblendete Lokführer hatte den Zug am Freitag sofort zum Halten gebracht. Trotz leicht schmerzender Augen setzte er die Fahrt wenig später fort.

Die Bundespolizei warnte erneut vor dem Missbrauch von Laserpointern. Bei den Geblendeten - meist sind das Lokführer und Flugzeugpiloten - können Netzhautschäden auftreten. Zudem wird wegen der kurzzeitigen Sehschwäche die Sicherheit der Fahrgäste und Passagiere gefährdet.

Bundesweit gibt es dem Luftfahrtbundesamt in Braunschweig zufolge fast täglich einen Laserpointer-Angriff auf Piloten. Einige wurden sogar berufsuntauglich. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert deshalb ein Verbot der Laserpointer.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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