Sie kaufte gerade für Hochzeit ein

Schlimme Schicksale von Würzburg: Lehrerin gab Leben für ihr Kind - Steffi (24) brach auf Tramgleisen zusammen

Bayern trauert nach der schrecklichen Tat von Würzburg. Die Schicksale der Opfer sind fürchterlich. Sogar der Täter-Anwalt spricht von einem Albtraum.

Würzburg - Die monströse Tat des Attentäters Abdurahman J. (24) aus Somalia ist erschütternd. Doch die Geschichte der drei Todesopfer des Amoklaufs im Würzburger Woolworth-Kaufhaus ist unfassbar: Steffi W. (†24) starb, als sie ein Kleid für die Hochzeit ihrer besten Freundin kaufen wollte – und Christiane H. (†49) gab ihr eigenes Leben, um das ihrer Tochter (11) zu retten. Rentnerin Johanna H. (82) lenkte den Angreifer von dem Kind ab und starb ebenfalls an heftigen Hals- und Nackenstichen.

Würzburg: Opfer brach wohl auf Tramgleisen zusammen - Steffi (24) kaufte für Hochzeit ein

Trauerbeflaggung gestern in Partenstein (Kreis Main-Spessart): Von hier stammte die lebensfrohe Steffi, hier wollte sie am Sonntag die Hochzeit ihrer besten Freundin als Trauzeugin begleiten. Deswegen nutzte sie den Freitagabend zum Shoppen, sah sich im „Woolworth“ gerade um, als es zur Begegnung mit dem Messermann kam. Sie soll sich nach den Stichen noch auf die Kaiserstraße gestürzt und dann auf den Tramgleisen zusammengebrochen sein. Die Hochzeit am Sonntag wurde abgesagt. In dem 2000-Seelen-Ort ist niemandem mehr zum Feiern zumute.

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Würzburg-Täter soll noch durch die Frau hindurch auf ihr Kind eingestochen haben - Rentnerin lenkt Messerstecher ab

Christiane H. war erst Anfang des Jahres aus Brasilien nach Deutschland eingewandert. Sie lebte mit ihrer Tochter zunächst in Speyer, kam im März nach Würzburg. Bald sollte sie eine Stelle als Deutschlehrerin an einer Schule antreten, die ihre Tochter bereits besuchte. Am Samstag erfuhr das selbst verletzte Kind vom Tod der Mutter. Der Täter hatte noch durch die Frau hindurch auf das unter ihr liegende Kind eingestochen. Nachdem die ältere Dame den Angreifer abgelenkt hatte, lief das Mädchen aus dem Kaufhaus und soll „Ich will noch nicht sterben“ gerufen haben.

Würzburg: Fünf weitere Opfer lebensgefährlich verletzt - selbst Anwalt spricht von Albtraum

Neben der Elfjährigen verletzte Abdurahman J. vier weitere Frauen (39, 52, 73 und einen Jugendlichen (16) lebensgefährlich mit dem Messer sowie eine 26-Jährige und einen 57-jährigen Mann (57) leicht. Bis auf die 26-Jährige sind alle Opfer in Stadt und Landkreis Würzburg und Main-Spessart wohnhaft.

Selbst der Verteidiger des 2015 nach Deutschland eingewanderten Somaliers spricht von einem „Albtraum“ und einer „unfassbaren Tragödie“. Sein Mandant sitzt wegen dreifachen Mordes und sechsfachen Mordversuchs in U-Haft.

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