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In einem Freibad in Würzburg lief ein Polizeieinsatz aus dem Ruder (Symbolbild).

Sie wollten den 18-Jährigen befreien

Polizisten von Gruppe im Freibad bedroht: Festnahme eines 18-Jährigen läuft aus dem Ruder

In Freibad Dallenbergbad in Würzburg haben mehrere Badegäste versucht, die Festnahme eines Freundes zu verhindern. Die Polizei musste zu Drohungen greifen, damit Situation nicht völlig eskalierte.

Update 26. Juli 2019: Was spielte sich in dem Dallenbergbad in Würzburg genau ab? Die Mainpost schreibt über eine „bedrohliche Szenerie“, es habe lautes Geschrei und geballte Fäuste gegeben. Pikant: Nach den jüngsten Vorfällen im Münchner Michaelibad (tz.de* berichtete) fragte der Bayerische Rundfunk auch beim Bademeister Andreas Oehrlein in Würzburg nach. Oehrlein zeigte sich gegenüber dem BR froh, dass er solche Zustände nur aus den Medien kenne. "Okay dann gibt es halt einfach mal Rangeleien, vielleicht auch eine kleine Schlägerei - zwischen jungen Leuten in erster Linie - und da wird die Polizei gerufen, die regelt das ganze Gewehr bei Fuß“, erklärte der Bademeister. 

Auch am Mittwochnachmittag war die Polizei im Würzburger Bad, die Situation lief jedoch aus dem Rurder, als sich Freunde des Festgenommenen gegen die Beamten stellten.

Würzburg: Polizei verhaftet 18-Jährigen im Freibad - plötzlich attackieren Freunde Beamte

Würzburg - Ein Nachmittag im Freibad hat für vier Menschen ein juristisches Nachspiel. Gemeinsam mit mehreren anderen Schwimmbadbesuchern hatten sie am Mittwochnachmittag versucht, die Festnahme eines Freundes zu verhindern.

Die Beamten wollten den 18-Jährigen demnach festnehmen, weil er ein Auto aufgebrochen haben soll. Als die Beamten den jungen Mann am Mittwoch abführen wollten, stellte sich ihnen die Gruppe in den Weg.

Festnahme in Würzburger Freibad: Polizei muss Badegästen drohen

„Vier Personen waren sehr aggressiv. Sie haben auch die Umstehenden aufgefordert, den 18-Jährigen zu befreien“, sagte ein Polizeisprecher. Einer sei mit geballten Fäusten auf die Polizisten losgegangen. Erst als die Beamten nach eigener Darstellung mit Pfefferspray und Schlagstock drohten, zog sich die Gruppe vorerst zurück.

Als die Beamten mit dem Verdächtigen im Auto losfuhren, stellte sich die Gruppe den Angaben zufolge vor den Streifenwagen. Die Polizisten hätten ihre Drohung wiederholt und so eine körperliche Auseinandersetzung verhindert, sagte der Sprecher. Gegen vier Menschen werde ermittelt, der 18-Jährige sitze in Untersuchungshaft.

In einem Freibad in Düsseldorf ist es kürzlich zu einem Massenstreit gekommen. Nachdem die Polizei eine härtere Gangart angekündigt hatte, wird nun eine Trotz-Reaktion der Jugendlichen befürchtet. In Münchner Freibädern patrouillieren Sheriffs, um jugendliche Randalierer abschrecken. Auch im Freibad in Aichach gab es Ärger: Mehrere Jugendliche lieferten sich eine Schlägerei im Becken. Nach einer Schulparty in Starnberg haben 50 Jugendliche versucht, ein Polizeirevier zu stürmen. In Regensburg kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Feiernden und der Polizei. Die Gruppe pöbelte und warf sogar mit Pflastersteinen nach Polizisten. (Merkur.de*)

dpa

*Merkur.de/tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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