Noch keine Spur

Autokratzer-Serie in Würzburg: Polizei ringt um Zeugenhinweise 

In Würzburg treibt ein unbekannter Autokratzer sein Unwesen. Mittlerweile hat er bereits 70 Autos beschädigt und damit einen enormen Sachschaden verursacht.

Würzburg - Von Samstag auf Sonntag hatte ein der Polizei bislang unbekannter Täter im Zeitraum von 00:30 Uhr bis 09:00 Uhr rund 20 Fahrzeuge im Bereich der Unterdürrbacher Straße in Würzburg zerkratzt. Auch in der darauffolgenden Nacht trieb der Mann sein Unwesen: Von Sonntag auf Montag beschädigte er zwischen 22:30 Uhr und 06:30 Uhr etwa 50 Autos, die in der Steinburgstraße und Unterdürrbacher Straße abgestellt waren. Infolge des Vandalismus entstand ein Sachschaden, der nach ersten Schätzungen insgesamt auf mehrere zehntausend Euro beziffert werden kann. 

Verstärktes Polizeiaufgebot in Unterdürrbach

Zur Aufklärung der Autokratzer-Serie wollen die Ermittler nach Angaben der Polizei Unterfranken rund um die Uhr intensive Überwachungsmaßnahmen durchführen. Hierzu wurde bereits eine dienststellenübergreifende Ermittlungskommission eingerichtet, die mit Unterstützung der Operativen Fallanalyse (OFA) auf Hochtouren ermittelt. 

Seit Beginn der Serie haben die zuständigen Beamten bereits zahlreiche Personen überprüft und sind mehr als 100 Hinweisen und Spuren auch mit Unterstützung des Bayrischen Landeskriminalamtes nachgegangen. Zusätzlich werden Nachbarschaftsbefragungen im Stadtteil Unterdürrbach durchgeführt, wobei Polizeikräfte an Haustüren klingeln und dann gezielt Bewohner befragen und über weitere Maßnahmen informieren.

Belohnung für zielführende Hinweise

Als Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, stellt das Landeskriminalamt eine Prämie von 2.000 Euro in Aussicht. Sachdienliche Angaben können auch anonym oder unter Zusicherung der Vertraulichkeit gegeben werden. Die Polizei ist weiterhin auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen: Zeugen sind dazu angehalten sich über den Notruf 110 bei der Polizei zu melden. 

Die Polizei Würzburg arbeitet mit Nachdruck und viel Personal an dem Fall. Dem Ermittlungsteam steht sogar ein Profiler zur Seite, der Aufschlüsse darüber geben soll, um was für eine Art von Täter es sich bei dem Verbrechen handeln könnte. Bislang gibt es aber nur Ansätze zur Autokratzer-Serie, eine heiße Spur fehlt noch. 

Gegenüber dem BR sagte eine Polizeisprecherin am Montagvormittag, dass es ihnen bewusst sei, dass die Bevölkerung mittlerweile mit der Geduld am Ende sei. Dennoch sei es eben sehr schwierig einen Täter, der sich so unauffällig verhält und einen derart großen Radius habe, auf frischer Tat zu ertappen. 

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ang

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa / Jens Schierenbeck

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