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Sieben iranische Flüchtlinge haben sich bisher aus Protest gegen ihre Asylbedingungen die Münder zugenäht.

Proteste in Würzburg

Würzburg verbannt  zugenähte iranische Münder

Würzburg - Durch Hungerstreiks und zugenähte Münder haben iranischen Asylbewerber in Würzburg wochenlang auf sich aufmerksam gemacht. Der Stadt ist das jetzt zu bunt geworden.

Das Rathaus untersagte am Freitag, dass Asylbewerber mit zugenähten Mündern weiterhin an der Demonstration teilnehmen und Bilder von ihnen sichtbar aufgehängt werden dürfen. Dies sei nötig, um die Öffentlichkeit zu schützen, teilte das Rathaus mit. Die Iraner müssen zudem an einen anderen Ort in der Innenstadt umziehen. Weil die Stadt einen „Versammlungstourismus“ fürchtet, verbietet sie außerdem Asylbewerbern aus anderen Städten die Teilnahme an den Protesten.

Die Iraner hätten bereits vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg Einspruch gegen den Bescheid der Stadt eingelegt, sagte ein Sprecher der Gruppe am Freitag. Sie protestiert seit drei Monaten in Würzburg. Den Hungerstreikenden geht es um ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge, eine Verbesserung der Asylbedingungen und den sofortigen Stopp der Abschiebungen. Bis zum Freitag hatten sich sieben Männer und Frauen die Lippen zugenäht.

dpa

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