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Ein IS-Mitglied trainiert Kinder an der Waffe.

Verdacht gegen radikalen Syrer

Würzburg: Wollte Medizinstudent Kind für den IS rekrutieren?

Ein gewalttätiger Syrer und gleichzeitig Student in Bayern hat angeblich versucht, den erst siebenjährigen Sohn seiner Ex-Partnerin als Kämpfer für den Islamischen Staat zu rekrutieren. 

Die Vorwürfe scheinen unglaublich, doch nach Ansicht von Terror-Ermittlern haben sie Substanz. Ein 29-Jähriger aus Syrien, der in Würzburg Medizin studiert, soll laut Mainpost versucht haben, den erst siebenjährigen Sohn einer früheren Lebensgefährtin für den Islamischen Staat zu rekrutieren. Dabei soll er ihm Propagandavideos gezeigt und ihn geprügelt haben, um ihn als Kindersoldat zu trainieren. 

Abdulhadi B. war den Behörden wegen seines aggressiven Verhaltens gegenüber seiner Ex-Lebensgefährtin, einer Deutschen, aufgefallen. Um sie von einer Trennung abzubringen, hatte er sie geschlagen und mit dem Tod bedroht. In seiner Wut stieß er Sätze aus, die ihn in Verdacht brachten, ein IS-Terrorist zu sein. 

Plante Syrer Anschlag auf Berliner Synagoge?

Zunächst erhielt er aber wegen der Angriffe auf die Frau nur einen Strafbefehl. Er ließ es auf einen Prozess ankommen und bekam eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung aufgebrummt. „Bei uns schlägt man keine Frauen“, sagte der Richter. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass der Mann mit möglichen Anschlägen zu tun haben könnte. Ein Schläfer? Ermittler denken, dass er sich an Plänen für einen Anschlag auf eine Berliner Synagoge beteiligt hat. 

39.000 Tote im Syrienkrieg im Jahr 2017

Der Syrer sitzt nun wegen Terrorverdachts in U-Haft. Laut Mainpost hat das Oberlandesgericht München eine entsprechende Anklage zugelassen.

Video: Rekrutierte IS-Kinder

tz/mm/Video: Glomex

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