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Würzburger Bischof mahnt mehr Miteinander der Bischöfe an

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Franz Jung
Der Würzburger Bischof Franz Jung. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Deutschlands katholische Bischöfe sind etwa bei Fragen von Reformen nicht immer einer Meinung. Der Würzburg Bischof plädiert für einen offenen Diskurs - ohne einander zu verdammen.

Würzburg - Die deutschen katholischen Bischöfe sollten sich nach Ansicht des Würzburger Bischofs Franz Jung besser miteinander verständigen. „Seit ich Mitglied der Bischofskonferenz bin, mahne ich mit steter Regelmäßigkeit ein neues Miteinander an und werde nicht müde, mich auch weiterhin dafür stark zu machen“, sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur. „Wir arbeiten uns an einer Fülle von Tagesordnungspunkten ab und nehmen uns meiner Wahrnehmung nach zu wenig Zeit für einen echten Austausch untereinander.“ Daher freue er sich, „dass wir uns für die nächste Vollversammlung Zeit reserviert haben, um miteinander aktuelle Fragestellungen wie die des Synodalen Wegs ausführlich zu diskutieren“.

Mit Synodalem Weg ist der Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland gemeint. Dabei geht es um vier Themenfelder: die Position der Frauen in der Kirche, den Umgang mit Macht, die katholische Sexualmoral und die priesterliche Ehelosigkeit (Zölibat). Am Ende des Wegs voraussichtlich im Jahr 2023 sollen konkrete Reformen stehen.

Die Deutsche Bischofskonferenz ist das Führungsgremium der katholischen Kirche in Deutschland. Ihr gehören aktuell 69 Bischöfe und Weihbischöfe aus 27 Diözesen an. Vorsitzender ist seit März 2020 Georg Bätzing, der Bischof von Limburg.

„Die Bischofskonferenz ist ein Spiegel der Kirche und damit der unterschiedlichen theologischen Positionen, um die derzeit gerungen wird“, sagte Jung. „Insofern scheint es mir nicht weiter verwunderlich zu sein, dass auch auf Ebene der Bischofskonferenz divergierende Auffassungen vertreten werden.“ Wichtig sei, „dass man wirklich miteinander ringt und offen diskutiert, ohne das Gespräch abbrechen zu lassen oder gar einander zu verdammen“. dpa

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