Unbequeme Kissen: Häftlinge im Hungerstreik

Würzburg - Für besseres Essen und weichere Kopfkissen sind 62 Häftlinge des Würzburger Gefängnisses in den Hungerstreik getreten. Was die Inhaftierten außerdem fordern:

Die Männer verweigerten seit einer Woche das Essen, sagte der Direktor der Justizvollzugsanstalt, Robert Hutter, am Montag in Würzburg. Der Hungernden seien am Montag gewogen und soweit nötig auch ärztlich versorgt worden. Die Gefangenen protestieren für bessere Haftbedingungen. Insgesamt haben die Häftlinge 15 Forderungen in einem Brief an die Anstaltsleitung formuliert, darunter Stepp- statt Wolldecken und weiche Kissen statt Keilkissen. Außerdem wünschen sie sich, dass die engmaschigen Fliegengitter vor den Gefängnisfenstern entfernt werden.

“Es gibt ein paar Sachen, wo wir durchaus über Erleichterungen nachdenken können. Aber Frager der Sicherheit oder Ordnung bleiben, wie sie sind. Gitter vor dem Fenster sind schließlich vollkommen zurecht angebracht“, sagte Hutter. Am Dienstag wolle er mit gewählten Gefangenensprechern über die Forderungen sprechen. Zu Beginn der Protestaktion seien es noch 75 Teilnehmer gewesen.

Gewalt in deutschen Gefängnissen ist Alltag

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Im Sommer 2011 waren Insassen der JVA in einen mehrtägigen Hungerstreik getreten. “Das ist im Strafvollzug nichts neues und kommt immer wieder mal vor“, sagte der Anstaltsleiter. In dem Würzburger Gefängnis sind derzeit etwa 100 Frauen und rund 500 Männer untergebracht. Bayernweit gibt es nach Hutters Angaben etwa 12 500 Häftlinge.

dpa

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