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Immer unterwegs: Michael Martin, hier in Argentinien. :

Pfingstmission

Ab in die Wüste

Pfingsten ist das Fest der Missionen: Michael Martin aus München findet im Extrem seine Balance

Mit 17 sehnte sich Michael Martin nach den Sternen. Er fuhr per Moped nach Marokko, fotografierte den Himmel. Fünf Wochen war er unterwegs. „Die Sterne haben mich in die Wüste geführt“, sagt er. „Vor mir lag auf einmal die Sahara – ein riesiger Sandkasten.“ Ihre Schönheit zog ihn in den Bann, für den Rest seines Lebens.

Jetzt ist er 50, hat alle Wüsten der Erde bereist. Immer war jemand dabei: ein Freund, seine Partnerin. Zu groß durfte die Gruppe nicht sein. „Sonst beschäftigt sie sich mit sich selbst, streitet über Bausparverträge.“ Als er alle Trockenwüsten gesehen hatte, wählte Michael Martin 2009 ein anderes Extrem: die Eiswüste Islands. „Nichts ist langweiliger als das Mittelmaß“, sagt er.

Nur gut hundert Tage im Jahr ist er in München, die restliche Zeit auf Reisen. Oder er hält Vorträge. So verdient er sein Geld. Er sagt: „Ich bin Perfektionist, auch wenn ich mal ’ne alte Jeans anhabe.“ Was aussieht wie ein unstetes Leben, hat eine eigene Stabilität. Da sind Freunde und Familie, die ihm ein Zuhause geben.

Heute hat er eine Mission. Er will seine Zuhörer für die Wüste begeistern, für diesen hochsensiblen Lebensraum. Er erzählt aber nicht nur von der Natur, sondern auch von Menschen. Vor allem von einem Jungen, der das, was er tun wollte, auch getan hat: von sich selbst.

(Marie Bornickel Und Caroline Deidenbach)

Besser ohne Gott

 

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