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Ein Wolf steht in einem Freigehege eines Tierparks zwischen Bäumen in der Sonne. (Symbolbild)

Aktueller Aufenthaltsort unklar

Bestätigt: Wieder Wolf in Bayern gesichtet

Nun gibt es Gewissheit: Bei einem Tier, das im April im Fichtelgebirge in eine Fotofalle getappt war, handelt es sich tatsächlich um einen Wolf. Doch andere Fragen bleiben vorerst offen.

Wunsiedel - Ein Wolf ist im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge gesichtet worden. Es handele sich wahrscheinlich um ein einzelnes durchziehendes Tier, sagte ein Sprecher des Landesamts für Umwelt (LfU) in Augsburg am Dienstag. Eine automatische Kamera hatte das Tier im April aufgenommen. Das Bild ging ans LfU, wo Experten es begutachteten. Eine zweite Meinung lieferte die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf in Sachsen. Das abgebildete Tier sei eindeutig als Wolf identifiziert worden, sagte der Sprecher. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Wo sich der Wolf jetzt herumtreibe, sei ungewiss, erklärte der Sprecher weiter. Da die Raubtiere einen Aktionsradius von 50 bis 70 Kilometern haben, könne sich dieses Exemplar auch schon ganz woanders aufhalten - innerhalb oder außerhalb Bayerns.

Wolf in Bayern - nicht die einzige Sichtung in jüngster Zeit

Ebenfalls im April war im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen ein Tier in eine Fotofalle getappt. Auch dort wurde den Angaben zufolge nun ein Wolf nachgewiesen. Im März hatte das Landratsamt Bamberg mitgeteilt, dass dort ebenfalls ein Wolf gesichtet worden sei.

Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen - in der Regel sind es durchziehende Jungtiere. Standorttreue Wölfe gibt es laut LfU im Veldensteiner Forst im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, auf dem oberpfälzischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sowie im Nationalpark Bayerischer Wald. Auch in Oberbayern gab es eine Sichtung.

Eine andere Entdeckung im Reich der Fauna hatte Ende April in Unterfranken für Beunruhigung besorgt - bei einem Hasen wurde eine Krankheit diagnostiziert, die auch für Menschen tödlich sein kann.

dpa

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