Erinnerung an Opfer der Todesmärsche

Wunsiedel - Auf dem Friedhof in Wunsiedel sollen zwei Informationstafeln angebracht werden, die an die Opfer der Todesmärsche erinnern und deren Geschichte erzählen.

Zwei Informationstafeln sollen von Sonntag an auf dem Friedhof in Wunsiedel an die Opfer der Todesmärsche vom KZ Buchenwald zum KZ im oberpfälzischen Flossenbürg erinnern. Etwa 3100 vorwiegend jüdische Gefangene wurden im April 1945 von den Nazis auf einen solchen Marsch geschickt - nur 2500 von ihnen kamen lebend ans Ziel. Allein bei der Durchquerung des oberfränkischen Landkreises Wunsiedel starben 161 Menschen an körperlicher Schwäche oder durch die Gewalt der SS. “Viele der Gefangenen gingen auf den Todesmärschen zugrunde - und das nur einige Tage vor ihrer möglichen Befreiung“, sagte Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

Bereits 1948 wurde auf dem Friedhof in Wunsiedel ein Mahnmal für 30 unbekannte Opfer der Todesmärsche von Buchenwald nach Flossenbürg errichtet. Die neuen Informationstafeln sollen nun das Schicksal der Bestatteten ins Gedächtnis rufen und die Todesmärsche durch Oberfranken genauer erläutern.

dpa

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