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Mate Petrovic: Ehrenamtlicher Helfer aus Leidenschaft. 

Ein Helfer lässt Dampf ab

Wutbrief über Gaffer: „Unmenschlich und unfassbar“

Ein Helfer einer bayerischen Feuerwehr ist schockiert, dass immer mehr Ehrenamtliche im Dienst angegriffen werden und die Menschen lieber filmen, als zu helfen. Sein Wutbrief im Wortlaut. 

Immer häufiger werden Rettungskräfte in Bayern und Deutschland während ihrer Einsätze angegriffen. Und das, obwohl sie nur helfen wollen. Wie jüngst in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen), als ein wütender Autofahrer einen Feuerwehrmann angefahren hatte.

Einem Feuerwehrmann und Sanitäter aus Zell ist jetzt der Kragen geplatzt. In einem Wutbrief, den er unserer Onlineredaktion zukommen ließ, holt er zum Rundumschlag aus. Anlass für den ehrenamtlichen Helfer war ein Fall aus Hagen. Ein Auto raste letzte Woche auf einen Gehweg, ein Mädchen starb. Bei dem Unfall gab es einige Gaffer, die die Szenen filmten, anstatt zu helfen. 

Hier der Wutrief von Mate Petrovic in voller Länge: 

„Der aktuelle Zwischenfall mit dem Kinderwagen, der umgefahren wurde, und Passanten nur filmten, während das Baby ums Überleben kämpfte, ist nur ein Beispiel. Es geht hier um meine Meinung zu der aktuell beschissenen Lage, in der wir (Rettungsdienst, Feuerwehr etc.) uns befinden. Ich weiß nicht, was sich die Leute denken... Das ist kein Einzelfall, wie bestimmt bekannt. Ich frage mich, wann die Leute aufwachen und begreifen, was sie da machen?! Wenn sie selbst Hilfe brauchen? Dann ist es zu spät. Das Mindeste ist es doch, einen Notruf abzusetzen, eine Rettungsgasse zu bilden, anzuhalten und versuchen zu helfen oder die Lage zu checken. 

Aber nein. In die Gasse stellen. Neuester Fall: Die Gasse befahren, um weiter nach vorne zu kommen, und das nicht nur ein Auto, sondern eine Kolonne! Eine dritte Spur, was sie da gemacht haben. Rettungs- und Polizeikräfte beschimpfen, bedrohen oder gar anzugreifen? Oder dann den HÖCHSTPERSÖNLICHEN Lebensbereich verletzen; wie es der Paragraph 201a sagt. Leute, die am Unfallwrack liegen, um ihr Leben kämpfen, zu filmen und daneben stehen zu bleiben? Was erreicht man damit? Ist man dadurch jemand besseres? Ist man dadurch cool, weil man solche Videos bzw. Fotos auf dem Handy hat? Wenn mich jemand fragt: ,Mate, wieso bist du bei der Feuerwehr? Mate, wieso bist du beim Rettungsdienst?‘, dann ist meine Antwort: ,Weil ich helfen möchte.‘ MÖCHTE. Das ist nicht möglich, wenn Zwischenfälle, von denen es genug zur Zeit gibt, immer wieder, auch in kleineren Städtchen bzw. Dörfern, wiederholt auftreten. 

Ich hab keine Lust, im Dienst angegriffen zu werden. Oder mich in einen Rettungswagen hineinzusetzen, bei dem mir in der nächsten Kurve die Räder um die Ohren fliegen, weil irgendjemand die Radmuttern gelöst hat. Das wird alles unmenschlicher, unglaublicher und unfassbarer. Und du als Depp von der Feuerwehr oder jener sonstigen HiOrg fährst an Unfallstellen, siehst Szenen und Bilder, die du zu Lebzeiten nicht vergessen wirst, machst einiges mit. Das kann so nicht weitergehen. Ich spreche hier im Namen von allen Feuerwehrleuten und Rettungskräften deutschlandweit. MFG Mate Petrovic“

Mehr zu den Hintergründen von Helfer Mate Petrovic

Den Text habe ich hauptsächlich anlässlich der unreifen Aussage eines N24-Reporters und des Busunglücks, bei dem keine Rettungsgasse gebildet worden ist, geschrieben, sagt Petrovic. Man könne das gar nicht alles aufzählen, was da passiert sei. 

Keine Rettungsgasse? „Die Strafe muss wirklich wehtun“

ch

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