"Xynthia" tobt vor allem in Unterfranken

München/Würzburg - Das Orkantief “Xynthia“ ist am Montag allmählich aus Bayern abgezogen. Am heftigsten hatten die Ausläufer des Sturms am Sonntag Franken getroffen.

Allein in Unterfranken gingen in den Abendstunden 100 Unwettermeldungen bei der Polizei ein. Die stärkste Windböe mit einer Geschwindigkeit von 108 Stundenkilometern wurde im Großraum Würzburg gemessen, berichtete ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in München. “Das ist schon ganz ordentlich.“ Im Laufe des Montags habe der Sturm deutlich nachgelassen.

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Die Windgeschwindigkeiten lagen nur noch bei 60 Stundenkilometern. Die Versicherungskammer Bayern geht nach einer ersten Schätzung davon aus, dass “Xynthia“ im Freistaat und der Pfalz einen Schaden von rund 15 Millionen Euro angerichtet hat. Bei der Bahn gab es nach Angaben eines Sprechers am frühen Montagmorgen sturmbedingt noch leichte Behinderungen. Drei Fernverkehrszüge fielen in München aus, weil die entsprechenden Züge wegen der Behinderungen am Vortag nicht in München angekommen waren. Verspätungen im Nahverkehr gab es am Montag im mittelfränkischen Ansbach noch über die Mittagsstunden hinaus. Grund sei ein bei Aufräumarbeiten beschädigtes Kabel gewesen, erläuterte der Bahnsprecher. Am Münchner Flughafen startete der Betrieb hingegen wie geplant, sagte ein Sprecher. 

In Franken waren Polizei und Feuerwehr am Sonntagabend bis etwa 22.30 Uhr verstärkt wegen umgestürzter Bäume und heruntergefallener Dachziegel im Einsatz. Zudem drohten Teile von Baugerüsten herabzustürzen. In Oberfranken fielen Bäume auf Stromleitungen, deshalb gingen in einer kleinen Ortschaft bei Schwarzenbach am Wald die Lichter aus. 

In der Nacht zum Montag gingen in Franken kaum noch Meldungen über Sturmschäden ein. Einige Straßen, die durch Waldgebiete führen, blieben dennoch vorsichtshalber gesperrt. In Niederbayern, Oberbayern, Schwaben und der Oberpfalz verlief die Nacht ruhig, wie die Polizeipräsidien mitteilten. 

dpa 

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