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Mit schmerzverzerrtem Gesicht liegt der Dieb nach dem Einbruch in einen Supermarkt am Boden.

Kurioses YouTube-Video

Verkehrte Welt? Nach Einbruch in seinen Supermarkt droht plötzlich dem Besitzer selbst Ärger

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Der Unbekannte brach in seinen Laden ein, zerstörte die Decke und wollte ihn bestehlen - trotzdem droht nun dem Geschäftsmann eine Anklage! 

Straubing - Richtig gelesen! Die Veröffentlichung eines Videos aus einer Überwachungskamera auf YouTube hat nun ein juristisches Nachspiel für den Supermarkt-Besitzer.  

Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Fiedler bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass nun gegen den Inhaber des „Mix Marktes“ ermittelt wird. Der Vorwurf lautet: Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Es geht um die Paragrafen 22 und 33 des Kunsturhebergesetzes. "Dieses Gesetz bestimmt das Recht am eigenen Bild", so Fiedler gegenüber der PNP. Noch steht aber nicht fest, ob es wirklich zu einer Anklage und zu einem Gerichtsverfahren kommt. 

Der Supermarkt-Besitzer hatte am Sonntag das Überwachungsvideo auf YouTube online gestellt. Auf den Aufnahmen konnte man auch das Gesicht des Einbrechers sehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht krümmte er sich auf dem Boden, nachdem er durch die Decke des Gebäudes gekracht war. Bei seinem Einbruchsversuch lösten sich die Deckenplatten, ungebremst stürzte er mehrere Meter zu Boden. Wie die PNP berichtet, entstand bei dem gescheiterten Einbruchsversuch ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro. 

Hämische Kommentare auf YouTube

Der unbekannte Einbrecher zog sich bei dem Fall eine offenbar äußerst schmerzhafte Verletzung am Bein zu. Er brauchte mehrere Anläufe, bis er sich halbwegs aufrichten konnte und sich humpelnd aus dem Bild bewegte. Zehntausende hatten sich die Aufnahme im Netz amüsiert angeschaut, viele hinterließen hämische Kommentare auf YouTube: „Geschieht ihm recht“, „Ton wäre nicht schlecht“ oder „Das ist Karma“. 

Die Staatsanwaltschaft findet die Veröffentlichung weniger lustig. Auch bei Verdächtigen dürfte nur sie selbst die Persönlichkeitsrechte einschränken, etwa dann, wenn Bilder aus einer Überwachungskamera für eine Öffentlichkeitsfahndung freigegeben werden.

Der Supermarkt-Besitzer scheint sich diesbezüglich aber (noch) nicht von seinem Rechtsempfinden abbringen zu lassen. Er setzt weiter auf Selbstjustiz: Auch am Dienstagnachmittag war das Video weiterhin auf YouTube abrufbar. 

mag

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