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Der Winter ha Bayern auch weiterhin im Griff. Hier befreit ein Mann sein Dach von der weißen Last.

Schneemassen: Ein Ende ist nicht in Sicht

München - Das Bibbern und Zittern ist zwar vorbei, doch der Winter lässt Bayern einfach nicht los. Bereits am Sonntag soll es schon wieder schneien, die Lawinengefahr in den Bergen ist groß.

Der Winter weicht nur zögernd aus Bayern. Schon am Sonntag könnten weitere Schneefälle den Freistaat erreichen, kündigten die Meteorologen an. Die Behörden warnten vor großer Lawinengefahr in den Bergen und appellierten an Hausbewohner, ihre Dächer von den massiven Schneelasten zu räumen.

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„Befreien Sie ihr Dach rechtzeitig von Altschnee“, riet die Regierung von Oberbayern. „Wenn die zulässige Schneelast überschritten ist, kann es zu spät sein.“ Am Alpenrand fiel in den vergangenen Tagen teils mehr als ein halber Meter Schnee. Die hohen Schneelasten können zum Einsturz von Dächern führen. Der verheerende Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall vom 2. Januar 2006 mit 15 Toten geht genau darauf zurück. Augsburg hatte bereits am Mittwoch zwei städtische Hallen wegen kritischer Dachlasten vorsorglich gesperrt.

Wegen der derzeit großen Lawinengefahr in den bayerischen Alpen mahnte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg besonders Skifahrer zur Vorsicht. Es riet, gefährliche Hanglagen zu meiden oder gleich ganz auf den gesicherten Pisten zu bleiben. „Der Neuschnee hat die Lawinengefahr ansteigen lassen. Die Schneedecke ist örtlich sehr störanfällig. Vorsicht ist deshalb oberstes Gebot“, sagte LfU-Präsident Claus Kumutat.

In den bayerischen Alpen gilt Lawinen-Gefahrenstufe vier

Nach starken Schneefällen und stürmischem Wind gab der Lawinenwarndienst in München für alle Höhenlagen im gesamten bayerischen Alpenraum die Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Skala aus. In den meisten Steilhängen könnte bereits ein einzelner Skifahrer eine Schneebrettlawine auslösen. Es sind aber auch Selbstauslösungen von Lawinen möglich. Das LfU appellierte an Wintersportler, die Lawinenwarnungen zu beachten: „Der tägliche Lawinenlagebericht gehört zum Pflichtprogramm vor jedem Skitag und vor jeder Tour“, sagte Kumutat. In den nächsten Tagen bleibt die Situation laut Lawinenlagebericht angespannt.

Unterdessen versuchen auf dem Main wieder die Eisbrecher, eine Fahrrinne zu bahnen - trotz der steigenden Temperaturen kein leichtes Spiel. „Das ist hartes Brot. Das Eis auf dem Main ist unterschiedlich dick. Teilweise gibt es fast kein Durchkommen für die Eisbrecher“, sagte Sachgebietsleiter Helko Fröhner vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Schweinfurt. Er ging davon aus, dass die Schifffahrt auf einigen Teilen des Mains frühestens am Montag freigegeben werden kann. „Unser Ziel ist es, die rund 130 Kilometer zwischen Bamberg und Würzburg befahrbar zu machen.“ Auf dem Main hängen noch immer rund 30 Güterschiffe fest, die seit mehr als zehn Tagen auf ihre Weiterfahrt warten.

dpa

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