In Bayerns Gefängnissen

Zahl der Häftlinge geht weiter zurück

Fürth - Die Zahl der Häftlinge in den bayerischen Gefängnissen geht weiter zurück. Ende März saßen in den 36 Justizvollzugsanstalten im Freistaat etwa 8300 verurteilte Strafgefangene und Sicherungsverwahrte, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth mitteilte.

Das waren fast vier Prozent oder 337 Häftlinge weniger als im Vorjahr. Der leicht rückläufige Trend der vergangenen Jahre habe sich damit fortgesetzt. Den bisherigen Höchststand verzeichneten die Statistiker im Jahr 2007 mit 9860 Inhaftierten.

Fast 71 Prozent der Häftlinge hatten die deutsche Staatsbürgerschaft. 7,4 Prozent waren Frauen. In 21 Prozent der Fälle saßen die Häftlinge wegen Diebstahls und Unterschlagung ein. Fast 73 Prozent aller Insassen verbüßten bereits zum wiederholten Male eine Strafe. Etwa 1900 Häftlinge saßen schon fünf- bis zehnmal ein, 880 Insassen elfmal und öfter.

Eine Haftstrafe von zehn bis fünfzehn Jahren erhielten 109 Menschen (1,3 Prozent). 262 Menschen (3,2 Prozent) verbüßten eine lebenslange Haftstrafe. Daneben waren 62 Männer in Sicherungsverwahrung.

Nach Angaben des Justizministeriums ist die Belegungszahl in den bayerischen Gefängnissen insgesamt - also mit anderen Haftarten wie etwa Untersuchungshaft - seit Ende März wieder gestiegen. Als Hauptgrund nannte ein Sprecher die vielen Schleuser, die seitdem in Untersuchungshaft gekommen sind. Mitte November seien dies 580 gewesen.

dpa

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