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Masern

Hochansteckendes Virus

Zahl der Masern-Fälle in Bayern verdoppelt sich

Immer mehr Menschen erkranken an Masern. 2018 gab es bereits 100 Fälle.

München - Die Zahl der Masern-Fälle in Bayern hat sich in diesem Jahr bereits mehr als verdoppelt. Bis zum 8. Oktober gab es heuer 100 Erkrankungen im Freistaat, wie das Gesundheitsministerium am Montag in München mitteilte. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es demnach 43 Fälle. Masern seien kein Kinderkram, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und warb erneut für Impfungen. Der hochansteckende Virus könne bei sehr schwerem Verlauf der Erkrankung gravierende Spätfolgen haben.

Die Krankheit geht mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem für Säuglinge und Kleinkinder.

Masern-Fälle: Impfquote von 95 Prozent nötig?

In den vergangenen 13 Jahren sei die Zahl der zweimal gegen Masern geimpften Kinder in Bayern deutlich gestiegen, sagte Huml - und zwar um fast 50 Punkte auf mehr als 92 Prozent. Nach Ansicht von Experten ist jedoch eine Impfquote von mindestens 95 Prozent nötig, um die Masern vollständig zu beseitigen.

Ein großer Teil der Masern-Patienten in Bayern seien Jugendliche und Erwachsene: In den vergangenen Jahren war etwa die Hälfte der gemeldeten Betroffenen 15 bis 45 Jahre alt. Nur wer als Kind zweimal oder im Erwachsenenalter einmal gegen Masern geimpft sei, besitze einen vollständigen Schutz, sagte Huml.

Lesen Sie mehr: Masern auf dem Vormarsch? Zahl der Fälle in Bayern steigt

dpa

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