Jeder Elte im Freistaat ist betroffen

Zahl der Schwerbehinderten in Bayern sinkt erstmals

Bayreuth - Seit zehn Jahren geht zum ersten Mal der Anteil Schwerbehinderter im Freistaat leicht nach unten. Die meisten Betroffenen haben eine psychische Erkrankung.

Erstmals seit zehn Jahren ist die Schwerbehinderten-Quote in Bayern minimal gesunken. Jeder elfte Bewohner im Freistaat war 2016 betroffen. Das teilte die Landesbehörde „Zentrum Bayern Familie und Soziales“ (ZBFS) in Bayreuth am Dienstag mit. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei 9,27 Prozent, im Vorjahr waren es 9,28 Prozent gewesen.

Die Zahl der Schwerbehinderten im Freistaat sei zwar insgesamt um 11 200 Menschen auf rund 1,19 Millionen Betroffene gestiegen, hieß es. Allerdings sei im selben Zeitraum auch die Einwohnerzahl in Bayern gewachsen - von etwa 12,7 auf 12,8 Millionen Menschen.

Vor zehn Jahren, 2006, hatte die Quote der Schwerbehinderten bei 8,66 Prozent gelegen. Bis zum vergangenen Jahr sei die Quote jährlich gewachsen, sagte ein Sprecher des ZBFS.

Und die Zahl steigt weiter: Bei 8,1 Prozent der Menschen im Freistaat beruhte im Jahr 2016 die Hauptursache der Behinderung auf einer psychischen Erkrankung. Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg diese Zahl schrittweise an. Im Jahr 2006 lag der Wert noch bei 3,4 Prozent.

dpa/lby

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