291 Opfer in Bayern

Traurige Bilanz: Zahl der Verkehrstoten steigt

München - Kein Entwarnung auf Bayerns Straßen: Im ersten Halbjahr waren 291 Verkehrstote zu beklagen. Fast ein Drittel davon ging auf das Konto von Raserei.

Auf Bayerns Straßen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 291 Menschen ums Leben gekommen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr sei das ein Anstieg um 3,2 Prozent, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag zur Verkehrsunfallstatistik mit. 94 der Verkehrstoten - oder knapp ein Drittel - wurden den Angaben zufolge Opfer von Raserei.

180 Verkehrstote waren auf Landstraßen zu beklagen und 36 auf Autobahnen. Bei den insgesamt rund 176 000 von der Polizei aufgenommenen Unfällen im ersten Halbjahr wurden außerdem mehr als 32 000 Menschen verletzt.

Besonders stark - mit einem Plus von 29 Prozent - erhöhte sich die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrern - sie stieg auf mehr als 4300 Fälle. Dabei kamen 60 Biker ums Leben und fast 3900 wurden verletzt. Bei mehr als der Hälfte der Unfälle waren Motorradfahrer selbst die Unfallverursacher, wie Herrmann berichtete.

Ebenso nahm die Zahl der Radunfälle um rund 29 Prozent zu - auf fast 6700 Fälle. Dabei wurden mehr als 6000 Radfahrer verletzt und 36 getötet. Bei den Unfällen mit Fußgängern wurde ein Anstieg um 3,3 Prozent auf 2503 Fälle verzeichnet. Hierbei kamen 41 Fußgänger ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Als Konsequenz aus diesen Zahlen kündigte Herrmann weitere intensive Verkehrskontrollen der bayerischen Polizei an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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