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Auch in den nächsten Tagen ist mit starken Behinderungen im Straßenverkehr durch Glatteis und Schneefällen zu rechnen.

Schneefallgrenze sinkt

Zahlreiche Verletzte durch Glatteis

München - Schnee und Glatteis haben in der Nacht zum Montag in ganz Bayern zu Unfällen geführt. Dabei wurden mehrere Menschen teils schwer verletzt.

Südlich der Donau wird vor allem in der ersten Wochenhälfte Schneefall erwartet. Die Temperaturen schwanken bei teils kräftigem Wind um den Gefrierpunkt.

Der schwerste Verkehrsunfall wurde von der Polizei im schwäbischen Donau-Ries gemeldet. Eine 33 Jahre alte Mutter aus dem Landkreis Eichstätt war mit ihrem Auto von Rögling in Richtung Mühlheim unterwegs. Bei Blitzeis kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit dem Wagen. Das Fahrzeug prallte mit dem Dach gegen einen Baum. Die Fahrerin sowie ihre drei Kinder im Alter von 7, 12 und 13 Jahren kamen schwer verletzt ins Zentralklinikum Augsburg.

Nahe Immenstadt (Landkreis Oberallgäu) geriet bereits am Sonntagabend ein Autofahrer mit seinem Wagen bei Glatteis auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal in einen Laster. Der 22 Jahre alte Fahrer wurde im Wrack eingeklemmt und schwer verletzt geborgen.

In Warmensteinach (Landkreis Bayreuth) kam ein 23-Jähriger von der schneebedeckten Fahrbahn ab und stürzte mit seinem Wagen in einen Bachlauf. Er blieb unverletzt. Insgesamt berichtete die Polizei in Oberfranken von rund zwei Dutzend Glatteisunfällen. Allein die Polizei in Hof sprach von drei Leichtverletzten und einem Sachschaden in Höhe von 40 000 Euro bei neun Unfällen. Die Polizei Nürnberg meldete mehr als zehn wetterbedingte Unfälle in Mittelfranken.

In Niederbayern und der Oberpfalz gab es keine Häufung von Glatteisunfällen. Lediglich in Kemnath (Landkreis Tirschenreuth) stürzte ein Sattelzug um. Dort hatte ein Italiener am Montagmorgen Molkereiprodukte laden wollen. Bei der Fahrt zu einem Unternehmen kam er mit seinem Transporter von der vereisten Fahrbahn ab, der Laster stürzte um. Der 48 Jahre alte Fahrer wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt, der Sachschaden beträgt 30 000 Euro.

Die Menschen in Bayern erwartet eine nasskalte Woche mit viel Wind. Südlich der Donau soll es in der ersten Wochenhälfte in höheren Regionen schneien, danach steigen die Temperaturen. Zunächst sinkt die Schneefallgrenze auf bis zu 400 Meter. Besonders in Schwaben und Oberbayern seien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Behinderungen auf den Straßen zu erwarten, warnte der Wetterdienst Meteomedia. In Franken kann es kurzzeitig auflockern. In der Nacht zum Mittwoch setzt verbreitet Schneefall ein, tagsüber soll es zeitweise bis in die Niederungen schneien. Am Donnerstag können im Süden anfangs noch ein paar Schneeflocken fallen, im Tagesverlauf scheint zumindest zeitweise die Sonne.

dpa/mm

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