Schiedsspruch

Zahnarzt-Vergütung der AOK wieder offen

München - Rund 10.000 Zahnärzte sind betroffen: Es bleibt unklar, welche Vergütung sie für die Versorgung der AOK-Patienten erhalten. Der entsprechende Schiedsspruch ist passé.

Welche Vergütung rund 10 000 bayerische Zahnärzte für die Versorgung der 4,3 Millionen AOK-Versicherten im Freistaat erhalten, ist wieder offen. Auf eine Klage der AOK Bayern hin hat das Landessozialgericht einen Schiedsspruch des Landesschiedsamtes aufgehoben. Er habe einer rechtlichen Überprüfung nicht standgehalten, das Schiedsamt müsse erneut entscheiden, teilte das Gericht am Donnerstag in München mit.

Laut AOK hatte der Schiedsspruch eine Erhöhung der zahnärztlichen Vergütung um zwölf Prozent vorgesehen, laut Kassenzahnärztlicher Vereinigung (KZVB) um 4,3 Prozent. AOK-Chef Helmut Platzer sagte, die Vergütung liege bereits deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Erhöhung dürfe nicht zu Lasten anderer Gesundheitsberufe gehen und die Beitragszahler nicht ungerechtfertigt belasten.

KZVB-Chef Janusz Rat kritisierte, die AOK habe einen Vergleich in der Gerichtsverhandlung abgelehnt. Der vertraglich vereinbarte Punktwert sei seit Oktober ausgesetzt, für die Zahnärzte bedeutet dies teils massive Honorarkürzungen. „Mit ihrer Verweigerungshaltung gefährdet die AOK Bayern die flächendeckende Patientenversorgung“, sagte Rat.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

19 Stunden mehr im neuen G9 - welche Fächer profitieren
Die Stundentafel für die fünfte bis elfte Jahrgangsstufe des neunjährigen Gymnasiums steht. Mehr politische Bildung, mehr Informatik – das sind zwei Eckpfeiler. Doch es …
19 Stunden mehr im neuen G9 - welche Fächer profitieren
Bußgeld und Punkte für Gaffer nach tödlichem Unfall
Nach einem tödlichen Unfall in Bayern hat die Polizei 13 Autofahrer als Gaffer angezeigt. Sie müssen nun mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt rechnen.
Bußgeld und Punkte für Gaffer nach tödlichem Unfall
Rechtsanwalt: Behörde rollt Asylfall Asef N. neu auf
Der wegen eines massiven Polizeieinsatzes bekannt gewordene Fall des Asylbewerbers Asef N. wird neu aufgerollt.
Rechtsanwalt: Behörde rollt Asylfall Asef N. neu auf
Autofahrer auf Landstraße mit 193 Sachen geblitzt
Das wird teuer - mit 193 Sachen hat die Polizei einen Autofahrer in Andechs (Landkreis Starnberg) geblitzt.
Autofahrer auf Landstraße mit 193 Sachen geblitzt

Kommentare