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Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin einer tierexperimentellen Forschungseinrichtung hat in einem Labor eine Maus in der Hand.

291.000 Tiere

Zehntausende von Mäusen für Tierversuche freigegeben

Tierversuche von Wissenschaftlern müssen genehmigt werden - im ersten Halbjahr 2018 wurden in Bayern schon 204 solcher Genehmigungen erteilt.

München/Würzburg - Tierversuche von Wissenschaftlern müssen genehmigt werden - im ersten Halbjahr 2018 wurden in Bayern schon 204 solcher Genehmigungen erteilt. Damit sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres schon zwei Drittel der Anzahl des ganzen Jahres 2017 erreicht: Damals waren es 328 Genehmigungen, fast genauso viele wie im Jahr zuvor, in dem die Zahl bei 326 lag. Das teilten die landesweit zuständigen Regierungen von Oberbayern und Unterfranken auf Anfrage mit.

Für das laufende Jahr liegen erst unvollständige Zahlen vor, aber klar ist schon jetzt: Zehntausende von Mäusen wurden für Tierversuche freigegeben. Ein Großteil der Tierversuche in Bayern wird an Mäusen durchgeführt. Die überwiegende Mehrheit der Anträge kommt von Universitäten und Unikliniken.

Im Zuständigkeitsbereich der Regierung Oberbayern wurden 2017 rund 291.000 Tiere in Versuchen eingesetzt. Im Zuständigkeitsbereich der Regierung Unterfranken wurden 2017 etwa 232.400 Tiere für Versuche genehmigt, im ersten Halbjahr 2018 bisher 118.700. Wie viele der Tiere tatsächlich eingesetzt wurden, ist unklar, da die Zahl auch Genehmigungen für die Zucht von Versuchstieren mit einschließt.

Beide Regierungen weisen darauf hin, dass von der Zahl der ersten Jahreshälfte nicht unbedingt schon auf einen Anstieg im gesamten Jahr 2018 geschlossen werden kann. So würden erfahrungsgemäß in den Semesterferien im Sommer weniger Anträge gestellt. Außerdem arbeitet die Regierung Oberbayern inzwischen mit mehr Personal liegengebliebene Anträge ab.

Tierschutzverbände kritisieren die Versuche seit langem. Der Deutsche Tierschutzbund bemängelt, dass Bayern weiterhin auf Tierversuche setzt - dabei gebe es bereits eine Vielzahl an Forschungs- und Testmethoden, die ohne Tiere auskommen.

dpa

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