Prozess in Augsburg

Zen-Priester wegen Kindesmissbrauchs angeklagt

Wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern wird einem 62 Jahre alten Zen-Priester in Augsburg der Prozess gemacht.

Augsburg – Wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern wird einem 62 Jahre alten Zen-Priester in Augsburg der Prozess gemacht. Der Mann soll sich an 22 Buben vergangen und dabei in etlichen Fällen auch pornografische Aufnahmen gemacht haben, wie das Landgericht am Dienstag mitteilte. Der Angeklagte sei spiritueller Leiter einer buddhistisch orientierten Gemeinschaft im Landkreis Augsburg gewesen. Einen der Jungen habe er über eine Familie bei der Trauerbegleitung kennengelernt, sagte ein Sprecher. Ein Opfer sei ein Flüchtlingskind, ein anderes Sohn einer Nichte.

Die Taten ereigneten sich nach den Angaben von 2001 bis 2015. Ein missbrauchter Bub sei vier Jahre alt gewesen, ein anderes Opfer sei im Teenageralter gewesen. Der Mann war im Juli vergangenen Jahres festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Der Prozess beginnt am 16. Juni. Es sind mehr als 40 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Sitzungen sind bis August terminiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bilanz von 3,4 Milliarden: Noch sprudelt die Kirchensteuer für das Erzbistum
Die Finanzsituation der Erzdiözese München und Freising kann sich sehen lassen. Der Generalvikar erklärt: Die Kirche müsse teure Wandlungsprozesse finanzieren.
Bilanz von 3,4 Milliarden: Noch sprudelt die Kirchensteuer für das Erzbistum
Fall Ursula Herrmann: Tonbandgerät spielt erneut wichtige Rolle vor Gericht
Im Zivilprozess um den Entführungsfall Ursula Herrmann vor 37 Jahren wird sich das Landgericht Ausburg noch einmal mit dem zentralen Indiz beschäftigen.
Fall Ursula Herrmann: Tonbandgerät spielt erneut wichtige Rolle vor Gericht
Autofahrer fährt an Graben vorbei - darin macht er schreckliche Entdeckung
Es war gegen 12 Uhr als ein Autofahrer an einer Kreisstraße im Landkreis Kronach den Motorradfahrer in einem Graben entdeckte. Die Polizei rätselt über die Unfallursache.
Autofahrer fährt an Graben vorbei - darin macht er schreckliche Entdeckung
Flugtaxis sollen in Zukunft in Ingolstadt in die Luft gehen 
Der Raum Ingolstadt soll deutsche Modellregion für die Erprobung von Flugtaxis werden. Klingt verrückt, ist aber wahr.
Flugtaxis sollen in Zukunft in Ingolstadt in die Luft gehen 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.