Zensus 2011: Start in ehemaliger Quelle-Verwaltung

Fürth - Es wird einer der größten Behördenumzüge in der Geschichte Bayerns - und die Vorhut ist nun da: Die Außenstelle des Statistischen Landesamtes in der ehemaligen Quelle-Hauptverwaltung in Fürth hat ihren Betrieb aufgenommen.

Die Vorhut für einen der größten Behördenumzüge in der Geschichte Bayerns ist nun angekommen: Am Montag haben in der bislang leerstehenden Hauptverwaltung des einstigen Versandhandels Quelle in Fürth 35 Mitarbeiter des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung mit den Vorbereitungen für die Volkszählung 2011 begonnen. Die Staatsregierung will in den kommenden Jahren das komplette Landesamt von München nach Fürth verlagern.

Wie eine Sprecherin des Landesamtes berichtete, sollen bis Jahresende 50 Menschen in den früheren Quelle-Büros arbeiten, in der Hochphase des Zensus dann bis zu 240. Wann genau die Behörde gänzlich nach Fürth umziehen kann, sei noch unklar. Es laufe noch die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. In die ehemalige Quelle-Verwaltung hat sich das Landesamt lediglich eingemietet.

Die Ansiedelung des Landesamtes in Mittelfranken hatte die Staatsregierung beschlossen, um die nach dem Quelle-Aus gebeutelte Region Nürnberg-Fürth zu unterstützen. Der Verlust von tausenden Arbeitsplätzen soll so zumindest teilweise aufgefangen werden.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) werden die neue Außenstelle des Landesamtes an diesem Freitag (6. August) eröffnen und die Mitarbeiter begrüßen. Sie kommen weitgehend aus dem Raum Nürnberg-Fürth und sind vom Landesamt neu eingestellt worden. Die Landtags-Grünen hatten bereits vor Wochen kritisiert, dass es sich lediglich um befristete Jobs handelt.

dpa

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