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"Zerstückelter" Bauer: Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Neuburg - Im neuen Prozess gegen Angehörige des vor neun Jahren verschwundenen und angeblich zerstückelten Bauern Rudi R. aus Neuburg haben die Verteidiger der Kripo erneut schwere Vorwürfe gemacht.

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Die Frau, die Töchter und ein Bekannter wurden einst verurteilt, weil sie den Bauern zerstückelt und an Hunde verfüttert haben sollen. Da die Leiche später unversehrt gefunden wurde, ist klar, dass frühere Geständnisse falsch sind.

Die Witwe des getöteten Landwirts.

Die Polizisten hätten die Beschuldigten unter Druck gesetzt und unzulässige Methoden angewandt, sagten die Rechtsanwälte vor dem Landshuter Landgericht. Sonst hätte es die falschen Geständnisse nie geben können. Die vier Verteidiger beantragten, dass nicht nur die früheren Vernehmungsprotokolle nicht als Beweis verwendet werden dürfen. Außerdem dürften die Kripobeamten auch nicht als Zeugen aussagen. Die Kammer entschied allerdings, die Polizisten dennoch anzuhören. Ob es in dem Fall ein sogenannten Beweisverwertungsverbot gibt, will die Strafkammer erst später entscheiden.

Die 55 Jahre alte Witwe und die drei zur angenommen Tatzeit noch jugendlichen Mitangeklagten, heute 24 bis 27 Jahre alt, waren 2005 vom Landgericht Ingolstadt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Nach der Entdeckung der Leiche muss der Fall nun neu verhandelt werden.

In den ersten 14 Verhandlungstagen hat sich die Kammer seit Oktober mit den früheren Zeugenaussagen, die für den ersten Prozess relevant waren, und der Entdeckung der Leiche beschäftigt. Nun steht in den nächsten Wochen die Vernehmung der Polizisten an, die in dem Fall ermittelt und auch die falschen Geständnisse aufgenommen haben. Das Urteil ist für Ende Februar geplant. 

dpa

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