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Bildhauer Peter Wittstadt arbeitet in seinem Werkstattgarten in Karlstadt-Laudenbach  an seiner Schneewittchen-Figur. In der Mainstadt Lohr, die sich selbst als Schneewittchen-Stadt vermarktet, ist ein Streit um die moderne Skulptur entbrannt.

Lohr am Main

Zoff um Schneewittchen als moderne Skulptur

Lohr am Main - In der idyllischen Mainstadt Lohr ist ein Streit um eine moderne Skulptur entbrannt. Konkret geht es um die Figur der Märchenprinzessin Schneewittchen.

Die hatte die Stadt vor einem Jahr in einem Kunstwettbewerb ausgeschrieben. Die Siegerfigur sollte in der Innenstadt ein Teil des Tourismus- und Marketingkonzeptes werden. Nun hat der Künstler die moderne, fast drei Meter große Figur fertiggestellt und damit den Stadtrat und viele Bürger geschockt.

Die einen sind überrascht von den Kosten für die Skulptur - etwa 110.000 Euro - und die anderen können mit der Interpretation des Künstlers Peter Wittstadt nichts anfangen. Die schmale Figur mit den weit ausgestreckten Armen und dem abstrakten Gesicht soll als Bronzeguss vor der künftigen Stadthalle stehen. Für die Realisierung des Siegerentwurfes hatte der damalige Bürgermeister etwa 18.000 Euro eingeplant. Das wusste der Künstler jedoch nicht.

„Der Ausschreibungstext von damals war uneindeutig. Und dieses Missverständnis zieht sich nun durch den ganzen Prozess“, sagt der aktuelle Bürgermeister Mario Paul. Dem Künstler sei nichts vorzuwerfen. Er habe ein Anrecht auf die Realisierung seines Entwurfes. Dennoch lasse Paul gerade prüfen, welche juristischen Möglichkeiten die Stadt hat, um die Kosten zu senken.

Zunächst aber muss der Stadtrat in zwei Wochen entscheiden, ob er das restliche Geld für die Skulptur von Wittstadt aus dem Haushalt bereitstellt. „Das Bild ist sehr uneinheitlich. Ich vermag nicht zu sagen, wie diese Geschichte ausgeht“, sagt Bürgermeister Paul.

dpa

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