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Bild vom Oktober: Die Staus wegen der Blockabfertigung reichten bis auf die A8 zurück.

Zoff um die Blockabfertigung

Lkw-Streit mit Tirol: Gipfel am 8. Januar soll es richten

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Neues Jahr, alter Streit: Die Tiroler Landesregierung wird auch 2018 an Tagen mit hohem Lkw-Verkehrsaufkommen eine Blockabfertigung auf der Autobahn verordnen. Der Rückstau der Laster ärgert Bayern. Nun soll ein Krisengipfel nach einer Lösung suchen.

München - Die erste ist nach Ende der Ferien am Montag, 8. Januar, ab 5 Uhr früh geplant. „Beim eigens eingerichteten Checkpoint Kufstein-Nord auf der A12 Inntalautobahn werden dann pro Stunde maximal 300 Lkw Richtung Brenner durchgelassen“,teilte die Tiroler Landesregierung mit.

Die Maßnahme – von Tirol als „Lkw-Dosierung“ bezeichnet – ist umstritten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat bereits im Oktober heftig protestiert und die Lkw-Blockabfertigung als „Verstoß gegen den Grundsatz der europäischen Warenverkehrsfreizeit“ bezeichnet. Regelmäßig kommt es zu langen Rückstaus auf der bayerischen Inntalautobahn A 93 und sogar auf der Salzburger Autobahn A8. Auch diesmal rüstet sich die Polizei für einen langen Lkw-Stau, wie das Innenministerium mitteilte. „Insbesondere versucht die Polizei , durch die frühzeitige massive Präsenz die linke Fahrspur für den Lkw-Verkehr freizuhalten.“ Auf der A 93 gilt zudem Tempo 80 und ein Lkw-Überholverbot.

Ebenfalls am 8. Januar soll auf politischer Ebene versucht werden, den Streit zu lösen. Im Haus der bayerischen Wirtschaft in München findet ein „Brenner-Gipfel“ statt, zu dem die EU-Kommission einlädt. Teilnehmen werden Deutschland, Österreich und Italien sowie Bayern, Tirol und Südtirol.

„Eine unzumutbare Belastung“

Die Positionen sind allerdings verhärtet: Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte, Lärm und Luftverschmutzung seien für die Tiroler Bevölkerung „eine unzumutbare Belastung“. Recht gibt ihm eine Aufstellung des Verkehrsclubs Österreich, nach der der Lkw-Verkehr auf der Inntalautobahn A12 zwischen Januar und November je nach Abschnitt um sechs bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. Im Schnitt waren es über drei Millionen Lkw. Platter verlangt eine einheitliche Lkw-Korridormaut zwischen München und Verona. Hintergrund: Auf deutscher Seite ist die Lkw-Maut günstiger als auf österreichischer Seite. 

Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass die in Deutschland bundesweit einheitliche Lkw-Maut für einen bestimmten Etappenabschnitt erhöhen wird. Herrmann wiederum setzt auf mehr Anreize für die Verlagerung des Lkw-Verkehrs auf die Schiene. Doch konkret ist der Minister bisher nicht geworden. Bisher gibt es in Oberbayern (München-Riem) nur eine Kombi-Verladestation, auf der Container und Sattelauflieger ohne Zugmaschine auf Güterzüge umgeladen werden. Es gibt aber keine „Rollende Landstraße“ (Rola) mit Komplettverladung eines ganzen Lkw– die nächstgelegene Rola-Station ist im österreichischen Wörgl.

Lesen Sie auch: Landeshauptmann zu Lkw-Streit: “In Tirol ist die Belastung unerträglich“.

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