Zoll-Bilanz: Biersteuer und Schmuggelware

München - Schlangen im Reisschnaps, gefälschte Elektronik und die Biersteuer - im vergangenen Jahr hatte der Münchner Zoll viel zu tun.

Nicht nur Schmuggelware, Produktpiraterie und Schwarzarbeit beschäftigte im vergangenen Jahr die Beamten des Münchner Zoll. Insgesamt nahmen die Zöllner rund 5,3 Milliarden Euro für Bund, EU und das Land Bayern ein. Die Tabaksteuer machte mit rund 3,65 Milliarden Euro den größten Batzen aus. Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte Bayern rund 42 Millionen Euro ein. Die Ermittler deckten nach eigenen Angaben vom Montag 19,3 Millionen Euro Schaden durch Schwarzarbeit auf.

Vor allem Hotel- und Gaststätten, Speditions-, Transport- und Logistikbetriebe sowie Wach- und Sicherheitsunternehmen wurden dabei überprüft. In 2242 Strafverfahren wurden Haftstrafen von 67 Jahren und Geldstrafen in Höhe von rund einer Millionen Euro verhängt.

Die Zollbeamten stellten im vergangenen Jahr außerdem 147 Drogenschmuggelfälle fest und zogen 50 Kilogramm Rauschgift aus dem Verkehr. 340 verbotene Waffen, vorwiegend Schlagringe, Wurfsterne und Würge-Hölzer stellten die Zöllner sicher.

In 190 Fällen wurde gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verstoßen. Urlauber brachten 2187 Produkte aus geschützten Tieren mit - etwa Erzeugnisse aus Schlangenleder und in Reisschnaps eingelegte Schlangen, 774 Steinkorallen, 94 lebende Tiere und 2169 geschützte Pflanzen.

Rund 140 000 gefälschte Markenartikel, vor allem Elektro-Geräte und Bekleidungsstücke namhafter Hersteller, wurden aus dem Verkehr gezogen. Der damit verhinderte Schaden für die Wirtschaft betrug rund 2,4 Millionen Euro. Weil Reisende aus den USA und China ihre Mitbringsel nicht beim Zoll am Flughafen München anmeldeten, wurden 1371 Strafverfahren eingeleitet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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