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Eine riesige Menge Heroin haben Zollbeamte sichergestellt.

Zoll entdeckt 150 Kilo Heroin in LKW-Versteck

Regensburg - 150 Kilogramm Heroin - auf 300 Einzelpakete mit je 500 Gramm verteilt - haben Zollbeamte des Hauptzollamtes Regensburg versteckt in einem Kühlauflieger entdeckt und sichergestellt.

Vier Tatverdächtige belgisch/ türkischer Staatsangehörigkeit im Alter von 27 bis 48 Jahren nahmen Zollfahnder und Staatsanwaltschaft fest.

Dies stellt bayernweit den größten Heroinaufgriff des Zolls seit Dezember 1993 dar. Zollbeamte des Hauptzollamtes Regensburg kontrollierten einen tschechischen LKW mit Kühlauflieger auf der Bundesautobahn 3. Den Frachtpapieren zufolge waren Kabelrollen in der Türkei geladen worden und wären für einen Abnehmer in Belgien bestimmt gewesen.

Am Kontrollstandort Rosenhof war an diesem Tag eine mobile Röntgenanlage des Zolls stationiert. Schon die Röntgenbilder zeigten im Bereich des Drehkranzes auffällige bauliche Veränderungen des Aufliegers. Bei der Intensivkontrolle entdeckten die Zöllner ein professionell hergerichtetes Versteck. Zwischen den Längstraversen des Aufliegers hatten die Schmuggler die gesamte Isolierung entfernt und so einen Hohlraum geschaffen. Dieser war zusätzlich mit Bleiplatten ausgekleidet. Vermutlich hätten damit gerade Röntgenkontrollen ohne Beanstandungen passiert werden sollen.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Nord (GER Nordbayern) des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München unter Federführung der Staatsanwaltschaft Regensburg.

In den auf die Festnahme des LKW-Fahrers folgenden 48 Stunden gelang es mittels kriminaltaktischer Maßnahmen und sofort eingeleiteter Ermittlungen in Belgien, den Niederlanden, Bulgarien sowie Tschechien drei weitere Tatbeteiligte zu identifizieren.

Das Verschwinden von LKW und Fahrer beunruhigte die Täterseite. Bis aus Belgien reisten diese an, um den verschollenen LKW aufzuspüren und das Rauschgift zu bergen. Mit Spezialkräften der Polizeien sowohl von Bund und Land als auch dem Zollfahndungsamt München konnten diese zwei Tage nach Festnahme des Fahrers in Nürnberg ebenfalls dingfest gemacht werden. Gegen alle vier Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht Regensburg zwischenzeitlich Haftbefehl wegen Flucht- bzw. Verdunkelungsgefahr.

Neben dem LKW samt Kühlauflieger beschlagnahmten Zoll und Staatsanwaltschaft 10.000 Euro Bargeld, mehrere Mobilfunktelefone sowie einen Geländewagen der Luxusklasse. Bei den beschlagnahmten 150 Kilogramm Heroin liegt die Wirkstoffkonzentration erfahrungsgemäß bei rund 60 bis 80 Prozent. Durch Aufstrecken für die im Straßenverkauf gängige Konzentration hätte diese Menge vorsichtig geschätzt ungefähr das Vierfache der beschlagnahmten ergeben. Für den Durchschnittskonsumenten hätte die aufgestreckte Menge für rund 10.000.000 (!) Konsumeinheiten ausreichen können.

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