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Dreister Welpen-Schmuggel auf der A94: Händlerin versucht nach Kontrolle zu fliehen

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Der Zoll Rosenheim stellte vier Zwergspitzwelpen sicher.
Der Zoll Rosenheim stellte vier Zwergspitzwelpen sicher. © Hauptzollamt Rosenheim

Hundeschmuggel ist kein Kavaliersdelikt - das ist einer Frau wohl im letzten Moment bewusst geworden. Sie versuchte zu fliehen, aber der Zoll Rosenheim war schneller.

Rosenheim - Für Zollbeamte an der bayerischen Grenze sind sie längst keine Ausnahme mehr: Welpen, viel zu jung von der Mutter getrennt, in teils desolatem Gesundheitszustand und falschen Papieren. Die Dreistigkeit, mit der eine Schmugglerin Hunde über die Grenze bringen wollte, hat die Zöllner in Rosenheim aber dennoch überrascht. Mit komplett gefälschten Unterlagen, wie eine Sprecherin aus dem Hauptzollamt Rosenheim schildert, habe eine Frau versucht, über die Grenze zu kommen. Als sie bei der Kontrolle aufzufliegen drohte, ergriff sie die Flucht.

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Zoll Rosenheim stoppt Hundeschmuggel: Der illegale Handel mit Welpen floriert

Geschehen ist die Szene bei einer Routinekontrolle auf der A94, als Zollbeamte ein Fahrzeug mit bulgarischem Kennzeichen anhielten. Im Auto saßen zwei Personen, die laut Zoll von Bulgarien über Deutschland in Richtung Italien fuhren, um ein Auto zu kaufen. Ausweisen konnten sie sich aber nicht, weshalb die Beamten das Fahrzeug genauer untersuchten.

Im Innenraum blickten den Beamten schließlich vier Zwergspitzwelpen entgegen - mit dabei drei Blanko-Kaufverträge für Tiere. Die Transportmethode war jedoch alles andere als tierfreundlich. In zwei kleinen Taschen mit Lüftungsnetz ohne Wasser und Futter seien die Welpen im Auto versteckt gewesen, schilderten die Zollbeamten. Und: In den Heimtierausweisen für die Welpen fehlten jegliche Angaben zum Halter.

Misstrauisch wurden die Beamten auch angesichts des angegebenen Alters der Hunde. Als „deutlich jünger“ seien ihnen die Tiere vorgekommen und auch die notwendigen Impfungen hätten auf den ersten Blick gefehlt. Für die Zollbeamten stand daher fest: Beide Personen versuchten, die Tiere illegal nach Deutschland zu bringen.

Hundeschmuggel ist Straftat - nach Fluchtversuch wird es teuer

Die Zollbeamten kontaktierten daher das zuständige Veterinäramt sowie das Tierheim Ebersberg. Dort angekommen sind den beiden Schmugglern wohl erst die Konsequenzen ihrer Straftat bewusst geworden, schildern die zuständigen Beamten. Beide versuchten zu fliehen, was einer der Beamten schnell verhindern konnte. Um die Strafe kamen beide nicht herum: 200 Euro Sicherheitsleistung für die zu erwartende Strafe und die Unterbringungskosten für die Tiere. Zusätzlich erwartet beide ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Urkundenfälschung. Eine Blutprobe ergab wenige Tage später, dass den Welpen alle notwendigen Impfungen fehlten. Nach Auskunft des Tierheims verbringen die vier Welpen noch ein paar Tage in Quarantäne, bis sie vermittelt werden dürfen. (mell)

Um dem illegalen Welpenhandel Einhalt zu gewähren, hilft eine Münchnerin vor Gericht, eine Schmugglerin zu verurteilen.

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