1. Startseite
  2. Bayern

Kiffen, Corona und die Wiesn: Söder mit Frontal-Angriff auf Lauterbach – der kontert und spricht von Koma-Saufen

Erstellt:

Von: Lucas Sauter-Orengo

Kommentare

Söder schoss auf dem CSU-Parteitag gegen Lauterbach. Der wusste sich zu wehren.
Söder schoss auf dem CSU-Parteitag gegen Lauterbach. Der wusste sich zu wehren. © IMAGO/Chris Emil Janssen/Wolfgang Kumm/dpa

Im kommenden Jahr steht die Landtagswahl in Bayern an. CSU-Chef Söder redete sich auf dem Parteitag schon einmal warm und schoss in Richtung Berlin. Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

München – Im Herbst des kommenden Jahres ist es wieder so weit: In Bayern finden Landtagswahlen statt. Kein Wunder also, dass sich politische Debatten immer weiter zuspitzen und Parteien bereits jetzt um die Gunst bei den Wählerinnen und Wählern im Freistaat kämpfen. Die CSU, meist mit ihrem Chef Markus Söder vorne weg, nimmt spätestens jetzt das große Ziel für die Wahl ins Visier: ein möglichst deutlicher Machterhalt im Freistaat.

Söder schießt gegen Lauterbach: „Kann das Gemeckere nicht mehr hören!“

Auf dem Parteitag in Augsburg, der am Freitag, 28. Oktober, startete, nahm Söder wenig überraschend kein Blatt vor den Mund – und schoss gewaltig gegen die Berliner Ampel. Auch das Thema der Cannabis-Legalisierung, das im Augenblick wieder heiß diskutiert wird, wurde wieder aufgewärmt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ließ mit einer schriftlichen Antwort via Twitter nicht lange auf sich warten.

Söder auf Parteitag: „Unglaubwürdig vor Corona zu warnen, und Kiffen zu erlauben!“

„Ich kann das ständige Gemeckere von Herrn Lauterbach, und seine Warnungen nicht mehr hören“, so Söder während seiner Rede auf dem Parteitag in Augsburg. Dabei bekräftige der CSU-Chef, dass es richtig gewesen sei, die Wiesn stattfinden zu lassen. Die Corona-Zahlen seien zwar nach oben gegangen, aktuelle stehe Bayern aber wieder auf Platz zwölf im bundesweiten „Ranking“, was das Infektionsgeschehen angehe. Im Anschluss richtet sich Söder dann direkt an Lauterbach: „Es ist unglaubwürdig, vor Corona zu warnen und Kiffen zu erlauben!“, so Söder.

Die Reaktion des Bundesgesundheitsministers ließ nicht lange auf sich warten. Noch am Freitagabend, um 20.20 Uhr, schreibt Lauterbach: „Wieso? Es macht Sinn, Coronatote und Drogentote zu verhindern. Die Dinge einfach laufen zu lassen, wie zB in Bayern auf dem Oktoberfest, wo Infizierte sich ins Koma soffen, löst kein Problem.“ Was der CSU-Chef auf diesen Konter zu sagen hat – nicht klar. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es nicht der letzte Giftpfeil Söders in Richtung Berliner Ampel war. Schließlich hat der Wahlkampf um die Macht im Bayerischen Landtag und der CSU-Parteitag gerade erst begonnen.

Auch interessant

Kommentare