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Soll zugebissen haben: Hauskatze Ludwig.

Arrest-Prozess

Zu bissig: Kater Ludwig darf nur nachts raus

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Der Besitzer beschreibt seinen Kater als „Schmusekatze“ und zurückhaltend, doch schon zweimal soll Ludwig Kinder gebissen haben und hat seitdem Hausarrest - bis sein Herrschen auf eine bessere Lösung kam.  

Kämpfte für seinen Kater: Franz O. aus Ingolstadt.

Ingolstadt – Kater Ludwig (4) aus Ingolstadt hat seit April Hausarrest – weil er zwei Kinder gebissen hat. Deshalb erließ die Stadt einen Bescheid, dass er das Grundstück seiner Familie nicht mehr verlassen darf. Doch das ist schwierig, weil Ludwig gerne mal durch die Buchenhecke abhaut. Vor allem die zwei Kinder des Katzenhalters Franz O. (41) hatten Angst, dass ihnen der weiß-graue Stubentiger weggenommen wird. Deshalb klagten die Ingolstädter nun vor dem Verwaltungsgericht. Mit teilweisem Erfolg: Man einigte sich auf nächtlichen Auslauf.

Ludwig hat angeblich schon mehrfach zugebissen. Die Stadt stützt sich auf zwei Fälle: Im Februar biss die Katze einen Nachbarsbuben (8), der sie streicheln wollte. Er erlitt drei tiefe Bisswunden und musste zur Antibiotikatherapie mehrere Tage ins Krankenhaus. Schon im September 2015 hat Ludwig die Patentochter des Frauchens gebissen. Das Herrchen gab zu, dass auch er anfangs von dem Tier „gezwickt“ wurde – aber nur, weil es sich im Kühlschrank versteckt hatte und er es wieder herausholte. Ansonsten beschreibt er den Kater als „Schmusekatze“, als gutmütig, zurückhaltend, behäbig und „an Kinder gewöhnt“. „Es war noch nie was, selbst wenn zehn Kinder um ihn rumstehen, ihn streicheln und ihm nachjagen“, sagt der Bankbetriebswirt. „Wir können uns das nicht erklären.“ Familie vermutet, dass das Tier gequält wurde. Oder dass es sich bei den Beißereien nicht um Ludwig, sondern um eine andere Katze gehandelt hat. Doch laut Zeugen gibt es wohl wenig Zweifel.

Das Gericht hielt die Anordnung der Stadt für rechtens – suchte aber nach einer besseren Lösung. Das Herrchen hatte dann den entscheidenden Vorschlag: Ludwig, der eh nachtaktiv ist, soll nur noch nachts rauslaufen dürfen. Um 21 Uhr darf er raus, um sieben Uhr muss er wieder heimkommen. „Das kriegen wir hin. Hauptsache, wir können ihn behalten“, sagt Franz O. „Wir müssten sonst ein Familienmitglied hergeben.“ 

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