Zahlreiche Ausflügler nutzen das schöne Wetter für einen Ausflug zum Gipfelkreuz auf der Zugspitze.
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Die Zugspitze als höchster Gipfel Deutschlands lässt sich auf vielerlei Arten erkunden.

Ein Bergerlebnis der Superlative

Die Zugspitze – alle Infos zum höchsten Berg Deutschlands

Die Zugspitze als höchster Gipfel Deutschlands lässt sich auf vielerlei Arten erkunden – Wissenswertes zu den Bergbahnen, den schönsten Routen zum Wandern und der Bergstation mit der Glasfassade.

  • Mit einer Höhe von 2.962 Metern ist der Ostgipfel der Zugspitze zugleich die höchste Erhebung des Zugspitzmassivs, des Wettersteingebirges und ganz Deutschlands.
  • Die Zugspitze hatte einst drei Gipfel: Nachdem der Mittelgipfel 1930 dem Bau einer Seilbahn weichen musste und der Westgipfel 1938 von der Wehrmacht gesprengt wurde, blieb nur der Ostgipfel in seiner ursprünglichen Form erhalten.
  • Das Zugspitzmassiv erstreckt sich zwischen Bayern in Deutschland und Tirol in Österreich; die Grenze zwischen den beiden Ländern verläuft über den Westgipfel, während der Ostgipfel vollständig in Deutschland liegt.

Garmisch-Partenkirchen – Der Kurort im Süden Bayerns ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Zugspitze zu erkunden. Die Fahrt mit der blau-weißen Zahnradbahn der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG ist seit neun Jahrzehnten eine beliebte Touristenattraktion. Sie dauert 80 Minuten und führt vom Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen über Grainau und Eibsee zum Zugspitzplatt, einer Hochebene auf 2.600 Metern Höhe. Die alpine Karst-Hochfläche erstreckt sich 300 Meter unterhalb des Gipfels und wird während der Wintermonate zum höchst gelegenen Skigebiet Deutschlands. Hier kann man in die Gletscherbahn umsteigen, die direkt zur Bergstation am Gipfel fährt.

Zugspitze – mit der Seilbahn auf den Gipfel

Seit 21. Dezember 2017 ist Bayern um eine Attraktion reicher: Nach sechs Jahren Bauzeit nahm die Seilbahn Zugspitze der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG ihren Betrieb auf. Ihre beiden Großraumkabinen eröffnen dank bodentiefer Verglasungen und integrierter Scheibenheizungen bei jedem Wetter Panoramablicke, die bei klarer Sicht über München hinaus reichen.

Bei ihrer Inbetriebnahme brach die Seilbahn Zugspitze gleich drei Weltrekorde:

  • Ihre Gondeln passieren nur eine Stahlbaustütze, die mit 127 Metern Höhe die bisher höchste für Pendelbahnen der Welt ist.
  • Auf ihrem Weg zum Gipfel überwindet sie mit 1.945 Metern den größten Gesamthöhenunterschied in einer Sektion.
  • Ihr freies Spannfeld ist mit 3.213 Metern das längste auf dem Globus.

Zugspitze – die Seilbahn als Erlebnis für sich

Vom großzügig dimensionierten Eingangsbereich der Talstation mit freiem Blick auf den Eibsee und die Zugspitze bis zu den vollverglasten Bahnsteigen der Bergstation: Seit 2017 ersetzt die Seilbahn Zugspitze die Eibsee-Seilbahn und setzt dadurch als Luftseilbahn neue Maßstäbe. Mit einer Kapazität von jeweils bis zu 120 Personen befördern ihre beiden – ebenfalls vollverglasten – Gondeln innerhalb einer Stunde bis zu 580 Fahrgäste; lange Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an.

Die Fahrt von Eibsee bei Grainau bis auf den Gipfel der Zugspitze dauert zehn Minuten und bietet dabei eindrucksvolle Ausblicke. Sie führt mit einer Gesamtlänge von 4.467 Metern durch das Wettersteingebirge und bewältigt eine Höhendifferenz von 1.945 Metern.

Zugspitze – die Bergstation auf 2.943 Metern Höhe

Oben angekommen erwartet Besucher in Form der neuen Bergstation bereits das nächste Highlight. Auf einer Höhe von 2.943 Metern kragt sie, als architektonische Meisterleistung aus Glas und Stahl, 25 Meter über die Nordflanke der Zugspitze aus. Ihre drei Gästeebenen eröffnen den Zugang zur Gipfelterrasse mit Panoramasicht, zur Gletscherbahn und zur gastronomischen Infrastruktur. Zwischen der zweiten und der dritten Ebene bieten sich von den Sitzstufen des gläsernen Treppenhauses weitere beeindruckende Perspektiven.

Zugspitze – die Bergbahnen und ihre Preise

Die Preise der Tickets für die Bergbahnen auf die Zugspitze variieren saisonbedingt. Zudem sind sie nach Altersgruppen für Kinder von 6 bis 15 Jahren, Jugendliche von 16 bis 18 Jahren und Erwachsene gestaffelt. Für Familien unterschiedlicher Größen gibt es attraktive Ermäßigungen. Hunde dürfen gegen einen einmaligen Unkostenbeitrag ebenfalls mit.

  • Das Zugspitze Ticket gilt für eine Berg- und eine Talfahrt. Diese kann wahlweise als Rundfahrt mit der Seilbahn oder der Zahnradbahn angetreten werden und beinhaltet auch die Fahrt mit der Gletscherbahn.
  • Eine einfache Fahrt für Bergsteiger gilt für eine Berg- oder Talfahrt mit der Seilbahn oder Zahnradrahn und die anschließende Nutzung der Gletscherbahn.
  • Der 2-Gipfelpass setzt sich aus dem Zugspitze Ticket und dem Garmisch-Classic Ticket zusammen und gilt für zwei Tage.

Im Winter gelten die Preise ausschließlich für Fußgänger; Skifahrer wählen aus unterschiedlichen Skipässen für die Zugspitze die passende Variante. Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahren profitieren auch hier von Ermäßigungen.

Zugspitze – rodeln, erforschen, klettern und wandern am Gletscher

Auf Tuchfühlung mit dem ewigen Eis: Dieses Abenteuer für die ganze Familie bietet sich auf der Zugspitze an wie sonst nirgends in Deutschland.

Rodeln

Winterrodeln auf Naturschnee im Sommer – ein besonderes Erlebnis, das auf einem Rodelhang des Zugspitzgletschers möglich ist. Die Rodelstrecke startet beim Restaurant Gletschergarten; Zipfelbobs stehen zum kostenlosen Ausleihen zur Verfügung.

Erforschen

Der GletschErlebnisweg vermittelt auf fünf interaktiven Stationen Wissenswertes zur Welt aus Eis und Schnee auf der Zugspitze. Er befindet sich unterhalb des Gletscherrestaurants Sonnalpin und ist ausschließlich während der Sommersaison begehbar.

Die Zugspitze war vor tausenden von Jahren höher: 3000 Meter dürfte sie hoch gewesen sein. Ein gigantischer Bergabsturz 1730 v. Chr. verkleinerte die Zugspitze um einige Meter. Forscher beobachten aktuell, ob sich ähnliches wegen des Klimawandels erneut ereignen könnte.

Klettern

Im Alpinpark Zugspitze heißt es für Kletterfreunde aller Altersgruppen: Ran an den Fels! Vor allem Kinder haben an dem Kletterfels, der Hängebrücke und der Aussichtsplattform MinispiX ihre Freude. Sie trainieren spielerisch ihre Geschicklichkeit und erproben ihr Klettertalent vor der Kulisse des Zugspitzplatts. Der Alpinpark ist ebenfalls ab Mitte Oktober über die Wintermonate geschlossen.

Wandern

Im Rahmen von Gletscherführungen mit fachkundigen Guides wandern große wie kleine Forschernaturen vom Gletscherrestaurant Sonnalpin bis an den Eisrand des Nördlichen Schneeferner. Eine Führung dauert eine dreiviertel Stunde und hält spannende Informationen zum Mikrokosmos Gletscher bereit. Bei Schlechtwetter findet als Ersatz eine Indoor-Variante mit Informationen zu Technik und Geschichte der Zugspitze statt. Die Durchführung dieses kostenlosen Services der Bayerischen Zugspitzbahn ist erst nach den geltenden Corona-Einschränkungen wieder möglich.

Zugspitze – die schönsten Routen zum Wandern im Überblick

Ausgehend von der Berg- oder der Talstation der Seilbahn, bieten sich auf der Zugspitze zahlreiche Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade zum Wandern an.

Wandern ab der Bergstation

Zur Knorrhütte: Die Wanderung dauert rund zweieinhalb Stunden. Sie führt mit hohem Schwierigkeitsgrad über den Klettersteig und das Schneefernhaus zum Gletscherrestaurant Sonnalpin. Von dort verläuft sie mittelschwer über das Zugspitzplatt bis zur Knorrhütte.

Die Gatterl-Tour: Der erste Teil dieser anspruchsvollen, insgesamt etwa fünf Stunden dauernden Wanderung beinhaltet die Strecke zur Knorrhütte. Von dort geht es zunächst über den Plattensteig zum Gatterl, dann über das Feldenjöchl und das Brandjoch zur Hochfeldernalm. Die letzte Etappe erstreckt sich von der Pestkapelle bis zur Bergstation der Ehrwalder Almbahn. Diese bietet sich für die abschließende Talfahrt an. Wer noch über ausreichend Kondition verfügt, kann auch wandern. Für diese Route gibt es das Wander-Ticket „Gatterl“: Es beinhaltet die Busfahrt zur Talstation, die Fahrten mit den Bergbahnen sowie die Eintritte in die Erlebniswelt „Faszination Zugspitze“ und das Seilbahnmuseum „BAHNORAMA“.

Wandern ab der Talstation

Zur Hochthörle-Hütte: Dieser leicht ansteigende Forstweg von der Talstation bis zur Hochthörle-Hütte nimmt etwa eine dreiviertel Stunde in Anspruch.

Der Schützensteig: Etwa drei Stunden benötigt man, um diesen mittelschweren Rundweg zu bewältigen. Er führt zunächst in Richtung Hochthörle-Hütte, bis ein Schild zum Schützensteig weist. Folgt man dem Wegweiser, gelangt man in einem Rundkurs wieder zur Talstation zurück.

Zur Zugspitze: Dieser schwere Klettersteig erfordert eine Gehzeit von durchschnittlich sechs Stunden. Er erstreckt sich von der Talstation bis auf den Gipfel in 2.962 Metern Höhe. Wer hier wandern geht, sollte Trittfestigkeit und eine gute Grundkondition mitbringen. Die Wanderung startet am Wegweiser zur Wiener Neustädter Hütte und setzt sich über die „Schotterreise“ und den Wiesengrat fort. Die nächsten Etappen bilden die Wiener Neustädter Hütte und der mit Stahlseilen gesicherte „Stopselzieher“. Weiter der Markierung folgend, gelangt man an die Kammstation und über den Grat zum Gipfel.

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