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Das Zugunglück in Bad Aibling war eines der schwersten der Nachkriegsgeschichte.

Fahrdienstleiter ist angeklagt

Zugunglück von Bad Aibling: Prozess beginnt im November

Traunstein/Bad Aibling - Der Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling beginnt am 10. November. Der Fahrdienstleiter ist wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt.

Das Landgericht Traunstein hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Insgesamt sind im November und Dezember sieben Prozesstage anberaumt. Beim Frontalzusammenstoß zweier Nahverkehrszüge auf eingleisiger Strecke waren am 9. Februar in der oberbayerischen Stadt zwölf Menschen ums Leben gekommen. Fast 90 Insassen wurden verletzt. Es handelt sich um eines der schwersten Zugunglücke in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte am 18. Juli Anklage gegen den Fahrdienstleiter erhoben. Sie wirft dem Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) fahrlässige Tötung in 12 Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 89 Fällen vor.

Es bestehe der Verdacht, „dass der Fahrdienstleiter entgegen einem bestehenden Verbot im Dienst bis unmittelbar vor der Kollision der Züge durch die Nutzung eines Online-Computerspiels abgelenkt war“, so die Ermittler. Der Mann sitzt seit April in Untersuchungshaft. Die Höchststrafe bei fahrlässiger Tötung beträgt fünf Jahre.

dpa

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