Ab 12. Juni fahren die Railjets der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von Budapest über Wien und Salzburg wieder direkt nach München.

Zugverbindung nach Österreich

Railjet fährt wieder direkt nach München

  • schließen

Wien/München – Erleichterung für Bahnreisende zwischen Österreich und Bayern: Ab 12. Juni fahren die Railjets der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von Budapest über Wien und Salzburg wieder direkt nach München.

Das bestätigte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel auf Anfrage. Seit Dezember letzten Jahres mussten Fahrgäste in Salzburg umsteigen und wurden am Bahnsteig von Beamten der Deutschen Bundespolizei kontrolliert. Auslöser war die hohe Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland wollten. Deshalb war auch nur die Fahrtrichtung München betroffen – die Züge in umgekehrter Richtung fahren ohnehin durch.

Der Railjet fährt alle zwei Stunden von Budapest nach München. „Die Kontrollen sind für die Fahrgäste zwar nicht dramatisch“, sagte Zumtobel; die neue Zuggarnitur, in die sie bislang umsteigen müssen, steht am gegenüberliegenden Gleis. „Trotzdem wird es nun wieder einfacher, Fahrgäste können im Zug sitzen bleiben.“ Sie werden ab 12. Juni direkt im Zug kontrolliert.

Der kleine Negativ-Effekt: Die Aufenthaltsdauer der Railjets am Salzburger Bahnhof verlängert sich um gute zehn Minuten. Geplant ist, dass die Polizisten in Salzburg einsteigen, die Ausweispapiere der Fahrgäste kontrollieren und dann wieder aussteigen. „Dazu reichen die bisher vier Minuten Aufenthaltsdauer nicht“, sagte Zumtobel. Allerdings könne man ein Gutteil der Verspätung wieder aufholen, sodass sich die Reisezeit nur geringfügig verändere.

Die Kontrollen im Zug machen noch eine weitere Umstellung notwendig: Zwischen Wien und Salzburg setzt die ÖBB in vielen Fällen Doppelgarnituren ein, die in Salzburg getrennt werden. Der Zugteil, der nach Innsbruck und Bregenz weiterfährt und bislang am Zugende angehängt war, findet sich dann an der Zugspitze; die Garnitur nach München entsprechend am Ende des Zuges.

Die Bundespolizei in Rosenheim stellt auch weiterhin das Kontroll-Personal. „Für uns ändert sich nur die Vorgehensweise“, sagte Sprecher Rainer Scharf. „Langfristig wäre zu überlegen, ob man statt der Grenzkontrolle wieder die normale Fahndung einführt“, sagte er. Dazu müssten aber die Flüchtlingszahlen konstant niedrig bleiben. Am Ende entscheidet nicht die Polizei, sondern die Politik.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Friederike“ wütet: Feuerwehr gibt Entwarnung, aber: Zug- und S-Bahnstrecken bleiben teilweise gesperrt
Sturmtief Friederike erreicht Bayern - genau zum Jahrestag von Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007. In unserem Newsblog halten wir Sie auf dem Laufenden.
„Friederike“ wütet: Feuerwehr gibt Entwarnung, aber: Zug- und S-Bahnstrecken bleiben teilweise gesperrt
Elektronische Wasserzähler bald Pflicht? Datenschützer schlägt Alarm
Elektronische Wasseruhren kann man ablesen, ohne dass jemand die Haustür öffnen muss. Nun rühren sich jedoch Bedenken dagegen, dass Gemeinden die funkenden Zähler bald …
Elektronische Wasserzähler bald Pflicht? Datenschützer schlägt Alarm
Asylhelfer nach Verbandsentscheid frustriert: „Weniger wert als ein Putzlappen“
Ulrich Muzyk hat begonnen, einer Afghanin ehrenamtlich Nachhilfe zu geben. Nachdem er in seinem Engagement eingebremst wurde, versteht der 77-Jährige die Welt nicht mehr.
Asylhelfer nach Verbandsentscheid frustriert: „Weniger wert als ein Putzlappen“
Das macht Sarah Lombardi in einem 300-Einwohner-Ort bei Passau
Sarah Lombardi wurde bekannt durch DSDS und geriet dann mit dem Rosenkrieg mit Ex-Mann Pietro Lombardi in die Schlagzeilen. Jetzt kommt sie in eine Dorfdisko im Kreis …
Das macht Sarah Lombardi in einem 300-Einwohner-Ort bei Passau

Kommentare