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Immer mehr Menschen leben in München - und auch im Umland. Unsere Grafik zeigt die jüngsten Einwohnerzahlen und die prozentuale Steigerung im Vergleich zu 2005. Je kräftiger das Rot, desto stärker der Zuwachs, in Blau die Orte, deren Einwohnerzahl zurückging.

Bis zu 43 Prozent mehr Einwohner

Im Münchner Speckgürtel wird‘s eng!

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München - Nicht nur Bayerns Landeshauptstadt wächst in der Bevölkerung, auch das Umland ist beliebt. Teilweise wachsen die Orte um bis zu 43 Prozent.

Unterföhring obenauf! Die Kommune im Nordosten Münchens ist die am schnellsten wachsende Umlandgemeinde des Speckgürtels. Kaum Wachstum gab es dagegen in Gräfelfing, Grünwald oder in Pullach. In Starnberg und Planegg wohnen indes immer weniger Menschen. Dies geht aus dem Immobilienreport München hervor, der sich auf Zahlen des Statistischen Landesamtes stützt.

Unterföhrings Bürgermeister Andreas  Kemmelmeyer.

Demnach erhöhte sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Unterföhring zwischen 2005 und 2015 um 42,9 Prozent auf knapp 11 000. Das ist mit Abstand spitze. Zum Vergleich: In München wuchs die Zahl der Bewohner im gleichen Zeitraum zwar von etwa 1,288 Millionen auf 1,521 Millionen. Das entspricht allerdings nur einer Steigerung von rund 18 Prozent!

Unterföhring hat den stärksten Zuzug im Münchner Umland.

Warum Unterföhring so beliebt ist, weiß Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer. Einer der Hauptgründe: Kitas, Krippen, Kindergärten kosten die Eltern in der Gemeinde keinen Cent. „Das ist für uns auch ein Garant, dass wir nicht überaltern. 2030 werden wir wohl die jüngste Gemeinde in ganz Deutschland sein.“ So ein Angebot muss man sich leisten können, Unterföhring kann das. Nicht zuletzt wegen der Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Rund 22 000 Arbeitsplätze verteilen sich auf diverse Unternehmen, darunter große Fische wie Allianz oder ProSieben Sat1, Paramount Pictures oder Sky Deutschland! „Außerdem sind wir sehr gut angebunden durch den öffentlichen Nahverkehr und die Nähe zur Autobahn. In 15 Minuten ist man mit dem Auto in Schwabing“, sagt Kemmelmeyer.

Damit das so bleibt, nimmt die Gemeinde Geld in die Hand. „Wir stehen da auch in der Pflicht für die künftigen Generationen.“ Es wird kräftig gebaut: Tiefgarage, Parkhaus, neue Straßen und ein Gymnasium. „Wir bauen einen großen Sportpark für die Vereine.“ Denn die Menschen, die nach Unterföhring ziehen, legen Wert auf das Vereinsleben. „Die Leute schätzen, dass wir uns den Status einer Gemeinde erhalten haben.“ Eine Gemeinde, die ab 2020 noch eigenständiger wird: Geplant ist, dann die Haushalte dort komplett autark mit Erdwärme versorgen zu können. Auch das wäre spitze.

Wie die Zuwanderung im übrigen Speckgürtel ist, erfahren Sie in der Grafik:

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