Skitourengeher lösen Schneebrett aus

Zwei Deutsche bei Lawinenunglück in Tirol verschüttet - 45-Jähriger verstorben

Eine Skitourengruppe löste am Samstag bei Navis eine Lawine aus. Ein Rettungsteam musste zwei Verschüttete am Hang unterhalb eines Gipfels bergen. Ein 45-Jähriger ist nun im Krankenhaus verstorben.

Update Dienstag, 3. April, 15.04 Uhr: 

Am 1. April 2018 verstarb der verschüttete Gruppenteilnehmer, ein 45-Jähriger aus dem Raum Bodensee, in der Klinik Innsbruck.

Navis (Tirol) - Am Samstagmorgen stieg eine aus 16 Personen bestehende Skitourengruppe zum Gipfel der „Hohen Warte“ in Navis auf und erreichten diesen gegen 12 Uhr. 4 der 16 Personen waren Schitouren-Instruktoren. Nach der Abfahrt teilte sich die Gruppe zwischen „Stofenalm“ und „Möslalm“ auf, wobei 8 Personen mit zwei Instruktoren zum Sattel zwischen „Naiser Kreuzjöchl“ Und „Hohe Warte“ aufstiegen und die anderen 6 Personen zu Tal fuhren. 

Bei der Abfahrt von dem Sattel löste sich ein Schneebrett und riss einen Gruppenteilnehmer und einen Instruktor, der sich bereits im Hang befand, mit und wurden von den Schneemassen verschüttet. 

Die 2 Verschütteten konnten von den anderen Gruppenteilnehmern und den eintreffenden Rettungskräften ausgegraben und geborgen werden. 

Der verschüttete Instruktor wurde vom Polizeihubschrauber ins Tal, der verschüttete Teilnehmer nach Erstversorgung vom Notarzthubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen. Die Länge der Lawine betrug zwischen 400 und 500 Metern auf einem Höhenunterschied von 200 Metern. Die Verschütteten befand sich in einer Tiefe von 135 bis 224 Zentimetern.

Lawinenunglück in Tirol: Männer retten sich selbst mit Airbag

In Gschnitz (Tirol) ereignete sich am Samstagmorgen ein weiteres Lawinenunglück: Dort beabsichtige eine fünfköpfige befreundete Sskitourengruppe, alles Österreicher im Alter von 35 bis 49 Jahren, von Gschnitz aus auf die Muttespitz im Gemeindegebiet Obernberg aufzusteigen. Während des Aufstieges stellte die Gruppe laut einer Pressemitteilung der Tiroler Polizei fest, dass der Aufstieg zur Muttespitze zu gefährlich sei und beschlossen auf den Gipfel „Hohes Tor“ in Gschnitz aufzusteigen. 

Während drei Männer zum Gipfel aufstiegen warteten laut Polizei etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels auf einer Seehöhe von rund 2600 Höhenmetern auf die Rückkehr. Bei der Abfahrt vom Gipfel gegen 12.40 Uhr löste sich ein Schneebrett wobei zwei der Männer mitgerissen wurden. Sie lösten sofort den Airbag, ein Mann blieb nach etwa 50 Metern auf der Lawine der zweite etwa nach 200 Metern nach dem Abriss liegen. 

Beide Sskitourengeher blieben unverletzt, mussten jedoch vom Polizeihubschrauber geborgen werden da ihre Schier verschüttet wurden.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa / epa apa Barbara Gindl

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