Zwei Fischer auf dem Bodensee verschollen

Bregenz - Zwei österreichische Fischer sind nach einem Bootsausflug auf dem Bodensee nicht zurückgekehrt. Seit Sonntag suchen Einsatzkräfte mit Booten und Hubschraubern nach ihnen.

Die Hoffnung schwinde, die Männer noch lebend zu finden, sagten die Einsatzkräfte am Montag bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Helfer aus Baden-Württemberg, Bayern und Österreich hatten am Vormittag die gekenterte Fischergondel sowie mehrere Ausrüstungsgegenstände der Gesuchten gefunden. Von den beiden Männern aus Bregenz fehle weiter jede Spur.

Die Fischer waren nach Polizeiangaben am Sonntagmorgen bei starkem Seewind mit ihrem Motorboot aufgebrochen und kamen zum vereinbarten Zeitpunkt am Abend nicht nach Hause. Ihre Route führte möglicherweise am baden-württembergischen Teil des Gewässers vorbei. Den letzten Telefonkontakt gab es am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr.

17 Boote und zwei Hubschrauber waren am Sonntagabend und am Montag zwischen Bregenz und Kressbronn (Bodenseekreis) im Einsatz. Die Helfer fanden am Montag zunächst das GPS-Gerät und entdeckten wenig später das gekenterte Boot an der Fahrrinne zum Salzmann-Hafen. Auf dem Wasser trieben unter anderem Schwimmwesten und ein Paddel. Gesucht werde nun vorrangig am Ufer im breiten Schilfgürtel. Weil Hubschrauberflüge wegen schlechter Sicht wenig erfolgversprechend seien, müssten die Retter zu Fuß das Schilf durchkämmen, hieß es.

Wie lange ein Mensch im fünf Grad kalten Wasser überleben könne, hänge etwa von seiner Fitness und seiner Kleidung ab, sagte der Einsatzleiter der Wasserrettung. Bei dem hohen Seegang am Sonntag sei ein Boot mit Außenbordmotor schwer zu manövrieren, erläuterte er.

dpa

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