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Erneut hat sich ein schwerer Skiunfall ereignet. Diesmal im Skigebiet am Brauneck.

Schwerer Unfall im Garlandhang am Brauneck

Zwei Kinder prallen beim Skifahren zusammen

Lenggries - Vier Tage nach dem schweren Ski-Unglück in der Steiermark, bei dem Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus mit einer Skifahrerin zusammengestoßen war, hat sich gestern im Ski-Gebiet Brauneck (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) eine weitere schwere Kollision ereignet.

Ein 14-jähriger Bub aus dem Kreis Weilheim-Schongau war im Garlandhang mit einem neunjährigen Mädchen aus dem Kreis München zusammengeprallt.

Wie die Bergwacht gestern Abend unserer Zeitung berichtete, waren die jungen Skifahrer gegen 14.30 Uhr verunglückt. Das Mädchen, das mit seinen Eltern unterwegs war, trug einen Helm; der 14-Jährige, der an einem Skikursus teilnahm, hatte keinen Kopfschutz. Wie Sepp Bergmayr von der Bergwacht Lenggries sagte, waren die Retter bereits wenige Minuten nach dem Alarm an der Unfallstelle. „Wir haben festgestellt, dass beide Jugendliche schwere Schädelverletzungen hatten“, so Bergmayr.

Nach Informationen von Einsatzleiter Xaver Wankerl, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Bad Tölz, hat sich das Unglück nicht an einer besonders gefährlichen Stelle ereignet. Es habe normaler Skibetrieb geherrscht.

Sofort sei mit der medizinischen Versorgung begonnen worden. Zudem wurden zwei Rettungshubschrauber angefordert, die die Verletzten nach München flogen. Die eingeschaltete Polizei ließ den steilen Hang sperren, um die Rettungsarbeiten nicht zu gefährden. „Bei einem so schweren Unfall wird die Strecke außerdem wie im Straßenverkehr gesperrt, um die Spuren zu sichern“, erklärte Bergmayr. Trotzdem seien manche Skifahrer einfach in den Hang gefahren und hätten die Rettungsarbeiten behindert, ärgern sich die Bergwachtler. „Jeder, der verletzt wird, ist froh, wenn die Retter schnell kommen und sicher arbeiten. Das sollten sich die Leute wirklich überlegen“, kritisierte Bergmayr.

Claudia Möllers

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