Zwei verunglückte Kletterer

Retter bergen Leiche am Tegelberg - und finden noch einen Toten

Schwangau - Grausiger Fund am Tegelberg: Beim Bergen der Leiche eines verunglückten Kletterers stießen die Retter auf einen zweiten toten Mann.

Grausiger Fund: Bei der Bergung der Leiche eines abgestürzten Bergsteigers in den Ammergauer Alpen haben Einsatzkräfte einen teils skelettierten Leichnam entdeckt. Der tote Bergsteiger sei ein 52 Jahre alter Mann aus Preetz in Schleswig-Holstein, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei der zweiten Leiche ist die Identität noch unklar. „Es könnte sich um eine Person handeln, die seit längerem vermisst wird“, sagte ein Sprecher. Die Staatsanwaltschaft gab ein gerichtsmedizinisches Gutachten in Auftrag. Das Ergebnis wird in der kommenden Woche erwartet.Der Bayerische Rundfunk berichtet, dass es sich bei dem zweiten Toten wohl um einen 47-Jährigen aus Brandenburg handelt, der seit November 2014 vermisst worden war. Der Mann hielt sich damals ebenfalls in Füssen als Urlaubsgast auf und war von einer Bergtour nicht mehr zurückgekehrt. 

Ein Bergsportler hatte am Donnerstag am Tegelberg bei Schwangau (Landkreis Ostallgäu) zunächst unterhalb eines Klettersteigs eine leblose Person gesehen. Auf etwa 1300 Meter Höhe fanden die Bergwacht und Kräfte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei in schwer zugänglichem Gelände die Leiche des 52-Jährigen.

Der Mann war ersten Ermittlungen zufolge in dem Klettersteig abgestürzt. Wie lange der tote Körper dort lag und ob der Bergsteiger mit einem Klettersteig-Set ausgestattet war, stand zunächst nicht fest. „Wie die Person ausgerüstet war, ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagte der Polizeisprecher. Ein Klettersteig ist ein mit einem Drahtseil gesicherter Weg durch absturzgefährdetes, felsiges Gelände. Ein Hubschrauber flog die Leiche ins Tal.

Bei dem Bergungseinsatz entdeckten die Helfer in unmittelbarer Nähe der Leiche die zweite tote Person. Auch den Leichnam transportierten die Einsatzkräfte per Helikopter ab. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen besteht nach ersten Erkenntnissen nicht.

dpa

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