Familiendrama: Mutter und Sohn tot im Haus

Pfaffenhofen - Das Familiendrama von Münchsmünster bei Ingolstadt mit zwei Toten  ist weitgehend aufgeklärt.

Nach den bisherigen Ermittlungen erschoss der Sohn seine eigene Mutter, ehe er sich eine Kugel in den Kopf jagte. Dies lege die Situation am Tatort nahe, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt am Dienstag.

Die Staatsanwaltschat Ingolstadt veranlasste die Obduktion der Leichen, die am Dienstag Nachmittag in München im Institut für Rechtsmedizin durchgeführt wurde. Das vorläufige Ergebnis der Obduktion ergab weiter keinerlei Anhaltspunkte auf eine Fremdeinwirkung von außen durch Dritte. Aufgrund des Obduktionsergebnisses und der Auffindesituation der Leichen in der Küche des Anwesens ist davon auszugehen, dass der 53-jährige mit einer Pistole zunächst seine Mutter und anschließend sich selbst mit einem gezielten Schuss tötete. Eine waffenrechtliche Erlaubnis für den Besitz der Schusswaffe lag vor.   

Die beiden Leichen waren am Montagabend im Wohnhaus von Mutter und Sohn entdeckt worden. Die Tatwaffe lag neben der Leiche des 53 Jahre alten Mannes. Als Motiv könnte eine schwere Krankheit der 83-Jährigen infrage kommen. Ein Abschiedsbrief wurde bislang nicht gefunden.Nachbarn hatten die Polizei verständigt, weil an dem Haus zwei Tage lang die Jalousien nicht geöffnet worden waren.

dpa/mm

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