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An einem Baum krachte ein Kleinbus aus Österreich am Sonntag in Simbach am Inn: Zwei Menchen starben, sechs wurden schwer verletzt.

Todesfahrt im Kleintransporter

Simbach am Inn - Mit einem Kleinbus sind mehrere Österreicher in Bayern schwer verunglückt: Zwei Menschen kamen bei dem Unfall am frühen Sonntagmorgen in Simbach am Inn ums Leben, sechs wurden schwer verletzt.

Als die Retter am Sonntagmorgen an der Unfallstelle bei Simbach am Inn eintreffen, sind sie geschockt. Ein VW Bus ist gegen einen Baum geprallt. Ein junger Mann sitzt noch im Wagen, er ist bereits tot. Die anderen sieben Mitfahrer wurden bei dem Aufprall aus dem Wagen geschleudert. Die Helfer suchen im Gebüsch nach ihnen. Lange Zeit ist vor Ort unklar, wie viele Menschen wirklich im Auto saßen. Die Retter werden später sagen: „Das war einer der schlimmsten Einsätze, die wir je hatten.“

Es ist 5.30 Uhr, als das Drama geschieht: Ein junges Ehepaar hört urplötzlich einen Knall. Sie leben in einem Haus ganz in der Nähe der Straße von Wittibreut Richtung Simbach. Sofort rennen die Zwei zur Unfallstelle – und entdecken den zerstörten Transporter. Sie rufen den Notarzt, versuchen den Opfern irgendwie zu helfen. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass es sieben Menschen aus Braunau (Österreich) meterweit aus dem Fahrzeug schleuderte. Einzig der Fahrer, ein 19-Jähriger, wird im Auto eingeklemmt –und stirbt. Auch eine 32-jährige Frau überlebt den Unfall nicht. Alle anderen – vier Männer im Alter von 17, 19 und 46 Jahren sowie zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren – werden lebensgefährlich verletzt. Ihr Zustand ist kritisch. Und: Die beiden 19-Jährigen waren Zwillinge.

Wie konnte es zu dieser unfassbaren Tragödie kommen? Der VW Bus war zu einem Campingwagen umgebaut worden. Der Wagen hatte nur zwei offizielle Sitzplätze vorne. Vermutlich saßen die restlichen sechs Personen auf der Ladefläche – unangeschnallt. Die Gruppe war wohl auf einer Zeltparty im Rottal-Inn-Bereich und gerade auf dem Heimweg nach Österreich, als der 19-Jährige in einer Linkskurve nach rechts aufs Bankett gerät, dann auf die Gegenfahrbahn schleudert und die Kontrolle über seinen Transporter verliert. Mit dem Dach voraus kracht der Wagen dann in den Baum – zwei Meter entfernt von der Straße.

Bilder von der Unfallstelle

Kleinbus kommt von Straße ab: 2 Tote, 6 Schwerverletzte

Für die Retter ist der Unfallort ein Ort des Grauens: Überall liegen Menschen mit schwersten Verletzungen. „Ein furchtbarer Einsatz für die Hilfskräfte war das“, sagt später ein Polizeisprecher. Das Kriseninterventionsteam muss nach dem Unfall die freiwilligen Retter betreuen, sie trösten – wie auch das junge Ehepaar, das den Unfall bemerkte.

tz

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