Zwei Tote bei Unfällen auf Bayerns Straßen

München - Am ersten Wochenende der Osterferien sind bei Unfällen in Bayern mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Ein Taxifahrer überschlug sich am Samstag auf der Autobahn 9 mit seinem Wagen. Der 43-Jährige überlebte den Unfall nicht, seine 80 Jahre alte Insassin wurde schwer verletzt. Wie die Polizei in Bayreuth mitteilte, war das Taxi Richtung Süden unterwegs. Bei der Anschlussstelle Trockau (Landkreis Bayreuth) kam der Wagen auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern, durchbrach die Leitplanke und stürzte eine Böschung hinunter.

Mit seinem Kleintransporter fuhr ein 36-Jähriger am Samstag auf der A 3 zwischen Parsberg und Velburg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) auf einen Lastwagen auf. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Vermutlich hatte der Lastwagen wegen eines technischen Defekts drastisch an Geschwindigkeit verloren.

Zwei weitere schwere Unfälle gehen auf das Konto betrunkener Autofahrer: In Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) verursachte ein Mann mit mehr als drei Promille Alkohol im Blut einen Unfall, bei dem fünf Menschen teils schwer verletzt wurden. Der 35-Jährige übersah am Freitag beim Überholen einen entgegenkommenden Kleintransporter. Die Fahrzeuge streiften sich, wobei der Transporter von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Danach rammte der 35-Jährige das hinter dem Transporter fahrende Auto.

Mit 1,9 Promille Blutalkohol raste ein 55-jähriger Autofahrer auf der Autobahn 9 bei Köditz (Kreis Hof) in einen anderen Wagen. Zwei Menschen wurden bei dem Unfall leicht verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Mann war trotz stürmischen Wetters am Freitagnachmittag mit 160 Stundenkilometern Richtung Süden unterwegs, als er beim Autobahndreieck Bayerisches Vogtland auf das vorausfahrende Auto auffuhr. Dieses wurde mehrmals gegen die Leitplanke geschleudert. Beide Insassen wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der 55-Jährige blieb unverletzt. Er verlor auf der Stelle seinen Führerschein.

Eifrige Schutzengel müssen zwei Buben gehabt haben, die in Würzburg über eine Straße rannten und dabei von Autos erfasst wurden. Einer der beiden Jungen erlitt lediglich Schürfwunden, wie die Polizei berichtete. Um zu einer Straßenbahnhaltestelle zu gelangen, waren die beiden elf und zwölf Jahre alten Kinder am Freitag vor einem haltenden Wagen auf die Fahrbahn gelaufen.

Einen kurzen Einsatzweg hatte die Feuerwehr in München: Direkt vor den Toren einer Feuerwache krachten am Samstag zwei Autos ineinander. Eines davon wurde auf den Gehweg geschleudert. Der 29- jährige Fahrer und seine 19-jährige Beifahrerin wurden eingeschlossen. Beide erlitten schwere Schädelverletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des anderen Autos blieb dagegen unverletzt.

Beim Abbiegen prallten zwei Wagen im fränkischen Ebern (Kreis Hassberge) zusammen. Ein 25-Jähriger musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Wie die Polizei mitteilte, übersah eine 59-Jährige den Pizzalieferanten beim Linksabbiegen. Beim Zusammenprall der Wagen wurden beide Fahrer eingeklemmt. Die 59- Jährige verletzte sich leicht. An beiden Autos entstand Totalschaden.

Weil sie Gas und Bremse verwechselte, verursachte eine 81-jährige Dame am Samstag in Nürnberg 50 000 Euro Sachschaden. Beim Ausparken fuhr die Frau zunächst rückwärts durch ein Gebüsch und nahm dabei eine Mülltonne und ein Fahrrad mit, teilte die Polizei mit. Anschließend rammte sie im Vorwärtsgang einen Metallpfosten sowie ein Motorrad, bevor sie auf die Straße fuhr. Dort lenkte sie ihren Wagen gegen ein auf der anderen Seite parkendes Auto. Verletzt wurde niemand.

dpa

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