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Bei einer Schießerei in Prien am Chiemsee wurden am Montag zwei Personen verletzt.

Haftbefehl erlassen

Schießerei in Prien: Schütze in U-Haft

Prien am Chiemsee - Immer mehr Details werden über die Schießerei auf dem Priener Marktplatz von Montag bekannt. So soll der Schütze kein unbeschriebenes Blatt sein und seine Tat vorher angekündigt haben.

Wie berichtet, kam es am Montag in Prien zu einem Streit zwischen dem Schützen und seiner Ex-Freundin. Im Verlauf der Diskussion zwischen dem 38-Jährigen und der 30-Jährigen gab der Mann vier Schüsse ab, die seine Ex-Freundin verfehlten, aber einen Passanten trafen.

Inzwischen erging Haftbefehl gegen den 38-jährigen Schützen wegen zweifachen versuchten Mordes, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte.

Wie Rosenheim24 berichtet, wurde der Täter kurz darauf von einem zufällig vorbeifahrenden Notarzt überwältigt und festgehalten, bis die Polizei eintraf. Danach soll sich der couragierte Notarzt noch um den angeschossenen 48-jährigen Passanten gekümmert haben.

Inzwischen hat sich auch der Sohn des angeschossenen Passanten zu Wort gemeldet. Wie Rosenheim24.de berichtet, erhebt der Sohn Vorwürfe gegen die Polizei, sie hätte zu spät auf den Notruf reagiert. Erst zehn Minuten nach dem Funkspruch seien die Beamten am Tatort gewesen, in den Augen des Sohnes viel zu langsam. Für ihn ist sein Vater ein Held, und er befinde sich auf dem Weg der Besserung. Die Kugeln des Schützen trafen den Mann in die Schulter und streiften seine Lippe. 

Die Kriminalpolizei sucht weiterhin nach Zeugen, angeblich soll jemand die Tat mit seinem Handy gefilmt haben. Des Weiteren ist der Schütze bei der Polizei offenbar keine Unbekannter und ist bereits wegen mehrerer Delikte aktenkundig geworden. Wie eine Zeugin gegenüber chiemgau24.de berichtet, soll der Mann seine Tat mit den Worten "Heute abend passiert noch was" gegenüber einem Nachbar angekündigt haben.

Am Dienstag wurde der 38-Jährige dem Haftrichter vorgeführt, ihm wird versuchte Tötung in zwei Fällen vorgeworfen.

mm

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