Struktur- und Mikrobiologie

Zwei Wissenschaftler aus Bayern erhalten Leibniz-Preise

München - Der Leibniz-Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung in der deutschen Wissenschaft. 2017 werden zehn Forscher geehrt, darunter zwei Professoren aus Bayern.

Zwei Wissenschaftler aus Bayern erhalten im kommenden Jahr den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung geht an den Strukturbiologen Karl-Peter Hopfner von der Ludwig-Maximilians-Universität München und den Mikrobiologen Jörg Vogel von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Auszeichnung wird am 15. März in Berlin an insgesamt zehn Wissenschaftler vergeben, wie die DFG am Donnerstag in Bonn mitteilte.

„Zwei von zehn Preisträgern kommen in diesem Jahr aus Bayern. Diese bemerkenswerte Quote zeigt die große Leistungsfähigkeit des gesamten Wissenschaftsstandorts Bayern“, erklärte Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU).

Hopfner hat laut DFG „wegweisende Beiträge auf dem Gebiet der DNA-Reparatur und der zellulären Erkennung fremder Nukleinsäuren geleistet“. Die Forschungsarbeiten spielten etwa in der Krebsforschung eine wichtige Rolle. Hopfner studierte und forschte unter anderem in Regensburg, Martinsried und im amerikanischen St. Louis. Seit 2007 ist Professor an der LMU in München.

Vogel wird für seine „wegweisenden Beiträge zum Verständnis regulatorischer RNA-Moleküle in der Infektionsbiologie“ geehrt. Er habe damit den Einfluss von Krankheitserregern auf Wirtszellen erforscht. Vogel studierte in Berlin, Uppsala (Schweden) und Jerusalem und ist seit 2009 Professor in Würzburg.

Der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG für herausragende Arbeiten im Bereich der Wissenschaft vergeben. Das Preisgeld können die Wissenschaftler bis zu sieben Jahre lang für ihre Forschungen verwenden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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