Zweite Warnstreik-Runde im öffentlichen Dienst

München - Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind in die zweite Runde gegangen und haben Bayern erreicht. Mit Beginn der Schichten um 6.00 Uhr begannen landesweit die Aktionen.

“Es sieht gut aus“, sagte Verdi-Sprecher Hans Sterr der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen kurz nach Beginn der Streiks. Diese dürften die Bürger besonders bei Kinderbetreuungseinrichtungen, Müllabfuhr und anderen Dienstleistungen zu spüren bekommen. Der öffentliche Nahverkehr ist im Gegensatz zu anderen Bundesländern in Bayern nicht betroffen.

Verdi hat bayernweit rund 14 000 Beschäftigte zum Streik aufgerufen - in München, Nürnberg, Würzburg, der Oberpfalz und anderswo. „Das haben wir sicher erreicht“, sagte Norbert Flach, der stellvertretende Verdi- Landesbezirksleiter. Mit der zweiten Welle von Warnstreiks in Bayern innerhalb von zwei Wochen will man den Druck auf die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst erhöhen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt für die bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen, mindestens aber ein Plus von 200 Euro im Monat.

Vorrangig sollen Kindergärten bestreikt werden, Arbeitsniederlegungen sind aber auch bei Stadtreinigung, Müllabfuhr sowie vielen Stadtwerken geplant. Die Gewerkschaft wollte außerdem Beschäftigte von Sparkassen, Krankenhäusern, Bundeswehr, Gemeindeverwaltungen, Bibliotheken und Theatern zum Warnstreik aufrufen.

Notdienst kümmert sich um Kinderbetreuung

Die Gewerkschaft hat aber nach Flachs Angaben Vorsorge getroffen, damit nicht Kinder unvorbereitet auf der Straße stehen, weil ihr Kindergarten bestreikt wird. Die Einrichtungen seien zum Teil komplett geschlossen. „Wir haben aber Notdienste für Eltern eingerichtet, die trotz unserer vorherigen Information nicht mitbekommen haben, dass gestreikt wird“, sagte Flach.

Für die Mittagszeit waren in Bayern zwei zentrale Kundgebungen in München und Nürnberg geplant. In München wollte der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske bei der Abschlusskundgebung sprechen.

dpa

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