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Babys, (fast) so weit das Auge reicht: Renate Hainz mit Johannes und Wolfgang, Christine Wirth-Kaupa mit Nick und Tina sowie Natalie Wulf mit Vivien und Nicole (v.l.). Daneben der Gynäkologe und Chefarzt Martin Heindl.

Drei mal zwei: Freude über Flut der Zwillingspärchen

Wasserburg - Eine zuckersüße Seltenheit hat die Belegschaft der Wasserburger Klinik verzückt: Innerhalb einer Woche wurden gleich drei Zwillingspärchen geboren.

Im Kinderzimmer hängen die Trophäen von Chefarzt Dr. Martin Heindl. Hinter Glas. Die Mitarbeiter der Gynäkologie in der Wasserburger Klinik (Kreis Rosenheim) warten stets, bis sie ein paar Bilder von Neugeborenen beieinander haben, dann rahmen sie sie sorgfältig ein – die Baby-Sammlung ziert die gelbe Wand in dem Raum, in dem sich die Mamas mit ihrem Nachwuchs aufhalten. Bis sie genügend Stoff für die nächste Collage haben, brauchen die Geburts-Experten im Team von Heindl nicht lange warten. Denn innerhalb weniger Tage sind auf der Station per Kaiserschnitt gleich drei Zwillingspärchen zur Welt gekommen.

„Das kommt nicht so häufig bei uns vor“, freut sich Gynäkologe Heindl, der Mann, der die Babys auf die Welt holt. Eine Anfrage beim Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung zeigt, dass jedes Jahr etwa 1700 bayerische Zwillinge zur Welt kommen – also rund 850 Paare. Das sind nicht einmal drei pro Tag im ganzen Freistaat.

Den Start der Serie in Wasserburg bestritten zwei Mädchen am 13. April: Vivien und Nicole, die mit 42 und 44 Zentimetern sehr klein und zart geboren wurden. Nicht nur deshalb genossen die beiden eine Spezialbehandlung – die kommt allen Zwillinge zugute. „Weil Zwillinge oft kleiner sind, bekommen sie extra gewärmte Bettchen“, erklärt Lauretta Kölbl-Klein von der Klinik Wasserburg. Außerdem dürfen die Kinder nah beieinander liegen: Damit die Zwillinge nicht unter dem Trennungsschmerz leiden, bleiben sie in einem Bett. „Gerade am Anfang besteht eine enge Verbindung. Wenn ein Kind weggetragen wird, fängt das andere an zu weinen“, berichtet Köbl-Klein von der Arbeit der Kinderschwestern. Noch ist übrigens nicht zu erkennen, ob Vivien und Nicole eineiig sind und sich einmal ähnlich sehen werden. „Das wird sich mit der Zeit schon zeigen“, sagt Mama Natalie Wulf aus Wasserburg, die schon Mama der neunjährigen Karolina ist.

Doch weiter in der Zwillingsserie: Vor acht Tagen, am 20. April, meldete das Klinikum gleich zwei Doppelgeburten an die Statistik. Christine Wirth-Kaupa aus Pfaffing (Kreis Rosenheim) findet nichts Ungewöhnliches an ihren Zwillingen – schon ihr Papa war einer. „Bei uns liegen die in der Familie“, sagt die Mama. Mit der Namensfindung hat es allerdings etwas gedauert: Erst eine Woche nach der Geburt entschieden sich die Eltern, den Buben Nick und das Mäderl Tina zu nennen. Für Renate Hainz aus Obing (Kreis Traunstein) war die Nachricht von dem Duo, das in ihrem Bauch heranwächst, hingegen völlig überraschend. „Wir sind überhaupt nicht vorbelastet“, scherzt sie am Telefon. Sie ist mit ihren Söhnen Johannes und Wolfgang wie die anderen beiden Trios gestern entlassen worden. Dann aber muss sie das Gespräch beenden. Sebastian, 2, schreit nach seiner Mama. Der große Bruder will seinen neuen Geschwistern die Flasche geben. Renate Hainz kann die Unterstützung bestimmt gut gebrauchen

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