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Nach heimlichen Aufnahmen von Prügelszenen bei der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ ermittelt die Augsburger Staatsanwaltschaft gegen einen RTL-Reporter.

Heimliche Filmaufnahmen

"Zwölf Stämme": Ermittlungen gegen RTL-Reporter

Augsburg - Nach heimlichen Aufnahmen von Prügelszenen bei der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ ermittelt die Augsburger Staatsanwaltschaft gegen einen RTL-Reporter.

Er soll die Vertraulichkeit des Worts verletzt haben. „Die Ermittlungen sind weit fortgeschritten“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag. Es habe eine Strafanzeige gegeben, die aber nicht von den „Zwölf Stämmen“ kam.

Der RTL-Reporter hatte während eines Gastaufenthalts bei der Gruppe auf deren Gut im schwäbischen Klosterzimmern mit versteckter Kamera gefilmt, wie Kinder geschlagen wurden. Die Glaubensgemeinschaft beruft sich auf die Bibel: „Lass nicht ab, den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute haust, so wird man ihn nicht töten“, heißt es in Sprüche 23, 13-14.

Die RTL-Reportage hatte großes Aufsehen ausgelöst. Familienrichter ließen 40 Kinder aus Klosterzimmern abholen und in Pflegefamilien bringen. Inzwischen sind etwa 15 Jugendliche wieder bei ihren Eltern. Das Verfahren gegen den Reporter wollte RTL nicht kommentieren: „Zu laufenden Ermittlungsverfahren äußern wir uns nicht“, sagte ein Sprecher.

dpa

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